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Pfeiffer
pein; 289, 7: diu pein, und öfter. Dies ei weist auf ein altes langes i,
lind neben dem durch den Reim belegten bin muss auch die Form
bin bestanden haben, obwohl sie im Reime bis jetzt nicht nachgewiesen
ist. Es verhält sich also damit wie mit dem räumlichen
Adverb „ein“, das im Mild, gleichfalls in beiderlei Gestalt, als in und
in, gebraucht wird. Einen Beleg für das lange i scheint das St. Ulrichsleben
von Albertus zu gewähren: 213. da nach begond er suochen
die bluomen in den buoclien, reilte glicher wis als ein pin (ceu
prudentissima apis): daz süezest was, daz las er in, insofern der
Dichter nämlich in 894. 1033 im Reime mit sin bindet, es also lang
gebraucht. Ich glaube daher, dass Schmeller mit Recht pin: in
geschrieben hat.
Mit langem i ist auch an unserer Stelle bina zu schreiben, so
verlangt es das Metrum: sizi sizi, bi'nä'. Diese Form, ein schwaches
Femininum, ist bis jetzt nicht nachgewiesen, doch finde ich sie noch
in dem Compositum pinäsougin (dat. tliymo) aus einem Tegernseer
Codex mit Glossen zu Virgil’s Aeneis (Gratf 6, 135).
inbot\ Prät. von inbiotan, mandare.
sce] = sancte für sancta.
Maria] das Wort ist hier, wie überall bei Otfried im Reim und
auch bei den meisten mild. Dichtern, nach deutscher Weise, d. i.
zweisilbig, zu lesen: Marjä. Otfried: fuar tho sancta Marjä thiarnd
tliiu mdrd I. 6, 1; tho sprach sancta Marjä I. 7, 1; selbun sancta
Mdrjun (: fromm) I. 5, 7; ih meina sancta Mdrjun (: richünj
I. 3, 31; selbun sancta Mdrjun (: tliiarnün) I. 7, 25. Ausser dem
Reime dagegen gebrauchte er es stets dreisilbig: Mariä, z. B. Mariä
tliaz bihugita II. 8, 12; nam Mariä nardon IV. 2, 15; quam Mariä
sliumo V. 5, 1. Ebenso Notker: fone Mariun uuambo Ps. Hattemer
78; über Mariun sun 289 a . Vgl. Grafit 2, 831. Lachmann, Über altd.
Verskunst und Betonung S. 27.
hurolob~\ li ist hier vorgesetzt wie oben in hucze, das erste o
ist unorganische mundartliche Erweiterung der Partikel, das zweite
steht für ou, also hurolob — urloub st. n. licentia, permissus, Erlaubnis
(zu gehen), commeatus. Jene unorganischen Zwischenlaute
oder unechten Vocale, die sich namentlich nach Liquiden gerne einschieben
und ursprünglich unter dem Einfluss der Stammvocale
standen, zeigen sich schon von frühester Zeit an nirgends häufiger als
in der alamannischen Mundart; Beispiele aller Vocale gibt Weinhold