Beiträge zu Aristoteles Poetik.
171
restituiren ist: ri>v S‘ opvkoiv jroXXä pezaßaXXovai xxzä zag 6>pag xai vö %pSip.a
xat zqv <po)vr/V, ofov 6 xozzutpog ävr! ptsXxxög iazi ExvSrög, xai rvjv ipwv'öv ö’ Faxet
äXXcuav. Denn ö’Fax« A", Faxe: ö’C\ die Vulgate Faxet. Auch e’art Igaväcg
für die Vulgate £avSog denke icli richtig liergestellt zu haben aus der von jenen
beiden (auch sonst noch an vielen Stellen genauer zu berücksichtigenden)
Handschriften dargebotenen Lesart k'EavSog: womit zu vergleichen, dass Psych.
4i6 b IG in dem Vat. W statt sartv geschrieben ist e|. Und diese beiden Schreibungen
helfen vielleicht auch in der Poetik 1432 a 17 die Lesung r.zzXz'jp.ivo
d’iazlv zig unterstützen: denn die Milteiform ic, für sartv angenommen, erklärt
sich ja daraus das handschriftliche KsnXe'/p.svri Sk Xitgig nicht minder als
aus der einen kleinen Anstoss bietenden Vulgate TrsjrXFyptsvijv 8i, iig pg. Das Aufgeben
der Construction aber (>.:’•/tu Sk a~Xf,v p.kv — neTcXeypsvrj S’ s’artv yjg) hat,
um in der Nahe zu bleiben, an Poetik 1439 b 24 sq. Sic/, zo e’v p.kv rvj rpaywSia p:r>
i'/SijBtsäzi — ev Sk zp izrj-aua . . k'azi einen Anhalt.
Doch von der Abschweifung zurückzukehren, in der k’xSeaig des Iphigeniamythos
habe ich für die folgenden Worte sX-äciiv Sk xat Xpiojug SuezBcu
püXoiv ävE'yvthptasv Z. K. A. S. S. 23 wohl mit Recht gegen die hergebrachte
Auffassung geltend gemacht, dass nach dem Zusammenhang, namentlich
wegen der b 10 folgenden Worte xarä ro üxog ei-wv xzX. nicht 'er erkannte
(die Schwester)’, sondern 'er ward erkannt’ gefordert werde. Und auf Grund
dieser Erklärung glaubte ich, der allgemeinen Meinung, dass a-jeyvüpiaev das
nicht heissen könne, mich anschliessend, hier dieselbe Verbesserung ävs'yvwpta.S-vj
empfehlen zu dürfen, die Spenge! an einer entsprechenden Stelle 16, 1434
b 32 gemacht hatte, und die an mehreren anderen (wie 1434 b 27, 1433 a 3)
genügende Analogie fand. Susemihl hat neuerdings aVE-yvcoptacV an beiden Stellen
belassen und fasst es in dem Sinne, er ward erkannt, oder gab sich bekannt, indem
er auf die Analogie 17, 1433 b 21 dvayvcnpiaa? zactg verweist. Es lag nahe,
zu fragen, ob für das Simplex ‘yvtopt^stv, das in alter Zeit und im Dichtergebrauche,
sowie in ganz später Griicität die Bedeutung von övjXoöv, fxvspiv 7r&t£tv gehabt
hat, sich Belege dieser Bedeutung aus Aristotelischen Schriften gewinnen Hessen.
Eine darauf hin an den logischen Schriften angcstellte Untersuchung hat aber
zu keinem verlässlichen Resultat geführt. Allerdings begegnen Stellen, an denen
es nach dem Zusammenhang und unserer Art zu denken und zu reden nahe gelegt
scheint, ‘/vwot'Jstv, ■yvtnpt'aai = SvjXovv, dijXmaat, detxvüvat und ähnlich aufzufassen,
wie Top. 141 a 28, 139 b 14, 149 a 26 u. a. und wie auch die Definition
des opicrp.6g, er sei ovziag yveuptapog (Anal. post. II 3, 90 b 16), von Einigen
als notificatio oder declaratio essentiae genommen worden ist. Allein allen hierher
zu ziehenden Stellen treten 'andere parallele an die Seite, durch welche
jenen die Beweiskraft wieder entzogen wird. Wenn nun nicht Andere vielleicht
glücklicher im Finden sind, so sind wir allerdings auf jene drei Stellen der
Poetik beschränkt, welche für ävcc/vwptaae eine andere Bedeutung als die des
Kundgebens schlechterdings nicht zulassen. Darf man aber diese neben der
anderen in der Poetik wiederholt vorkommenden (vgl. z.B. Kap. 14) statuieren,
so ergibt sieh zunächst, dass auch die erste Stelle 16, 1434 b 32 völlig unversehrt
übeiliefert ist ofov ’Ops’anjc e’v rjj ’lprysvst'a av-^vwptasv, Sri ’Opianjc -