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Vahle»
welchen die drei Ausdrücke ohne wahrnehmbaren Unterschied möglichst nahe
an einander gerückt sind, lassen sich noch andere beifügen, durch welche derselbe
synonyme Gebrauch verbürgt wird. Nichts desto weniger hat es, wie ich
glaube, seinen guten Grund, dass Aristoteles, um die Tragödie gegen die
Komödie abzugrenzen, ihre Nachahmung auf aizovdaXoi und axovSaia gründet,
dagegen sowohl von dem Charakter des Haupthelden das ixisixsg als auch von
den Charakteren überhaupt das %pvjotöv verlangt. Dies liegt darin, dass die
oiroudaiörvjf noch ein Element enthält, das den beiden andern fehlt und das
geeignet ist, nicht blos einen sittlichen Gegensatz, sondern auch einen ästhetischen
Unterschied auszudrücken, axovSatov bezeichnet dem Wortlaute nach,
was der axovSrj und des <77rouöa£siv werth ist. Daher treten axovSri, axovSa^tiv,
axovSaiov in Gegensatz sowohl gegen iraiijsiv, rratdiä, wie gegen '/ilwg und
7eXota, die selbst in das Gebiet des xai&iv gehören. Diese Gegensätze treten,
um Anderes zu übergehen, sehr deutlich aus der Erörterung der Nicom. Ethik
X 6, 1170 b 32 sqq. hervor: axovSaiav 8k xal jrovsiv xaiSixg x^P l ' J >}Xi'3iov
^ai'vsrai . . xxi&iv d’oxwg anoudat^y . . op3S>g iyjiv 8oxeZ . . . 8oxü 8’6 ev8a£-pcov
ßiog xar’ äpsvijv eivat - oüros 8k p:rä ax(tv8r,g, äXX’ oöx sv xou.8ix' ßzXriti)
v£ Xi'jopsv vx ax.ov8a.Za vtöv r jsloitov xal vwv pevä iraiöiä; xvX. Und diese Seite
der axovSaiorigg ist mit in Betracht zu ziehen, wo es sich um den Gattungsunterschied
der Dichtungen handelt, so wenig es auch zu leugnen ist, dass dem Aristoteles
in der Poetik die in der <7“ovöaiövvjj eingeschlossenen beiden Seiten
ineinanderlaufen, der ästhetische Gegensatz des Ernsten und Würdigen gegen
Scherz und Spiel, Lächerliches und Komisches, und der ethische Gegensatz des
sittlich Guten zu dem Schlechten und Bösen. Diese Mischung fehlt dem Irrtstxs’j
wie dem xp‘jervov, die daher mehr am Platze waren, wo es sieh nur um den sittlichen
Charakter im strengen Sinne handelte, im Gegensatz gegen p.oyJir}pia.
und irovvjpi'a. Der Begriff des axoudxZov ist aber damit noch nicht erschöpft:
das Wort ist, wie Aristoteles ausdrücklich bemerkt, als Ersatz für ein fehlendes
xapüv'jpov zu apsrvj zu betrachten und participiert an der Bedeutung der äpsrv;
in ihrer ganzen Ausdehnung. Diese aber ist nach Aristoteles Definition überhaupt
vsleiwaig ug und bezeichnet die Tüchtigkeit in allen Beziehungen. Demgemäss
spricht man denn auch von vöpog axovoxlog, vopoäizrig axovdaZog,
xohg, aroXim'a axov8aia, ixxog, irpSalpog axou8xZog, xiäapiarqg axouSxZog,
pxx'i'pSia axovSaia u. a. Und aus diesem weiteren Umfang wird erst die äp-rn
und axovSaikryg in der strengen sittlichen Bedeutung herausgeschält. In jener
Bedeutung von axovdaiov stimmen mit ihm aber auch, obwohl ihr Gebrauch
seltener ist, ixisuig ('was so ist, wie es sich gebührt’) und /pvjirrov ( brauchbar’).
Polit. IV 2, 1289 b 7 expive x«uüv piv oi/arhv sirisixcöv, ofov zhyxpyj.ag vr
Xpijffrijs xal vcov aXXow, yjipiozTjv 8rjpoxpaziav, yaulcov 8k äpiovvjv. Vgl. VI 4,
1319 a 34, VIII 5, 1339 b 3 xpivziv rx yyygagy. xal vä pvj yj/gvrä röiv psXtuv.
(Die Bedeutung des ixietxig, wonach es = o’tn/'yvorp.ovtxov, die mildere Billigkeit
neben dem strengen Recht, Sixaiov, bezeichnet, und die mehr politische,
dass oi ExisixsZg die Vornehmen im Gegensatz gegen die Menge heissen, lasse
ich hier ausser Acht.) Den Gegensatz gegen alle drei, axovdaZog, ixiEixvjg,
Xpriarög in allen Variationen ihrer Bedeutung, bildet yaülog, das eine ganzo