Zum Schluss des Kapitels, 1454 b 14, denke ich durch die im Text gegebene
Erklärung die Worte zoiovzovg o'vrac ixteixzig xoizZv, itxpxSeeypa axXvjpörvjros
gegen jeden Verbesserungsversuch gesichert zu haben. Den von mir
früher gebilligten Gedanken Bursian’s eVieixes jtoieiv hat dieser selbst längst
aufgegeben, da er an der Thatsacbe scheitert, dass Aristoteles in dieser Art
ixieixig nicht anwendet. Und der von Suseinihl aufgenommene Vorschlag Thurot’s
ixisixoOg xoieZv xxpx8zc/px axXvjporvjros gibt einen Gedanken, den ich aus
der Überlieferung selbst zu gewinnen meine, indem ich zoiouzoug (d. i. ivß-Xoug,
pxSOpous) ouzxq ixieixctg aoistv auf’s engste verbinde und xxpx8eiyp.x
axX^pczrjzog als eine denselben Gedanken und Gegensatz an einem Beispiel aufweisende
Apposition fasse. Der Dichter soll den opyiXog, den jiocfHipoj in dieser
seiner Eigenart zeichnen, aber doch so, dass beide trotz der öp'/tXo'rvj?, trotz
der paJjupia als sittlich gute Menschen (ixieixeZg) erscheinen. Auf diese Weise
erreicht der Dichter charakteristische Individualisierung und bleibt dem anderen
Gebote treu, nur sittlich gute Menschen einzuführen. Durch diese Vereinigung
des Specifischen z. B. vom ipyLXog und der iizieixeia desselben geschieht es
denn, dass der dargestellte Charakter als ein xxpx8zi^p.x op-yrXo'rvjroc oder
uxXvjpdrvjros erscheint.
Es ist für diese Auffassung wesentlich, ir.rteix^c in dem strengen Sinne
des sittlich Guten zu nehmen, nicht verschieden von dem xp‘<J ff rdv yBog (im
Eingang des Kapitels), und da die hiesige Forderung dadurch begründet wird,
dass die Tragödie pipvjatc ßeXziövmv sei, was nach Kap. 2 sich daraus ergab,
dass ihr Object axovöxioi waren, so läge es nahe, eine völlige Identität aller
drei in der Poetik wiederholt angewendeten Begriffe anzunehmen, und cs
würde nicht an Belegen fehlen, welche dieselbe Unterschiedslosigkeit dieser
Ausdrücke erhärteten. So definiert Aristoteles Rhetorik I 5, 1361 b 38 die xoXvoChi.v.
und ypr t zz r t'pCkix. in der Art, St og rroXXoi rotoürot, xoXaaiXog, oj 8k xai
imsixsZg civSpeg yp-^arö'pikoq. Und wie er hier (1360 b 20) die xpviaTooiXia als
ein p-ipog der sddaipovia bezeichnet, so beweist er in der Nikomachischen Ethik»
dass öerjzzi za> zu8xip.ov7j<7ovzi ptXwv Gxovoxiwv (IX 9, 1170 b 19 in einer Erörterung,
welche wiederholt den ixiux-gg und xxov8xZog unterschiedslos nennt
(vgl. z. B. 1168 a 33 u. 1169 a 16, 18, 35; b 35 u. 1170 a 3). In der Rhetorik
II 8, 1385 b 35 verlangt Aristoteles für den Mitleidempfindenden av oiwvzxi
tivsc eIvoii ixieixeZg" ö ‘iap pvjdc'va oiop.vjog xx-izxg ol-t)Gerat ütöiovg zciai x.xxoO
und in derselben Erörterung vom Mitleid 1386 b 5 bezeichnet er es als besonders
mitleiderregend -d GxouSxiovg sivar i-j zoZg xmoözoig xxipoZg üvzxg (z. B.
des Sterbens) . . o>g xvxlgiov ovzog zoO xäÜJovg. II 12, 1389 b 8 heissen die
vioi iXsxjzixoi üta zo xxxzxg yp'gazob g xai ßslziovq üaoXapßävetv. Und ferner
II 9, 1386 b 13 werden sXesiv und vepsGxv als xxSy -ijSouj yp-rjazoO bezeichnet
und in demselben Kapitel b 29 zobg xxzpaXoixg xai piaupdvouf, orav z-jywGt
vipwpiaf, o\>8dg av Xvxy)Sdt) yprfizuq• 8zZ •jxp yxipea ixl zoZg zoiovzoig, wg
8’xvzoig xai ixi zolg eu -parroyat xar’ xqixv apuoo ’jäp Sixxix xai xouZ yxipea
rdv ixizix.Yj. Und wie Aristoteles in der Poetik das ypyiazov -rj^og auf die xpr,Gzr,
xpoxipzmq zurückführt, so redet er in entsprechendem Zusammenhang in der
Nicom. Eth. VII 11, 1152 a 17 von der xpoxipenig ixiuxhg. Diesen Stellen, in
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