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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

:

i60  V  a  h  I  e  n
e'^pög  E/Spov  ist  nicht  von  einander  zu  reisscn,  das  hier,  wie  nachher  ädsXipiij
ädsX^ov  u.  s.  w.  steht.  Und  da  unmittelbar  vorausgeht  sfvat  .  .  zäc  zoixCizag
jrpaäjeij,  so  ergänzt  sich  hieraus  leicht  av  p.sv  ciuv  r’x^po?  Ix^päv  Toiaurvjv
jrpa^iv  ~oi^,  und  dieses  zugegeben,  wird  es  kein  Bedenken  haben,  auch  zu  dem
Nachsatz  oiidsv  e’Xssivöv  ovz;  tzoiö>v  ours  p.s’XXcov  ein  noieT  hinzuzudenken.  Gibt
doch  in  demselben  Kapitel  die  unten  1454  a  2  folgende  Stelle  eine  Analogie
dazu:  diojrsp  oüÖe'is  jroisi  6poio>;,  sc  pvj  öXoydcxcj,  enov  s’v  'Avrc/ovirj  vöv  Kpe'ovza
6  Acpcov  seil.  ~o:si.  Und  an  dieser  Stelle  sollte  man  daran  keinen  Anstoss
nehmen,  dass  oödsls  izoid  vom  Dichter  gesagt  ist,  das  nachher  zu  ergänzende
von  der  That  des  Hämon.  In  unmittelbarem  Zusammenhang  erscheint  ttocecv
thun  und  rrocscv  dichten  z.  B.  Rhetor.  I  9,  1367  a  8  aioxüvovvac  xai  Xe^ovtes  xai
koioövzsg  xai  (jcs'XXovtec  warsp  xai  Za-yco  nsjroujxEV  xrX.  Diese  Stelle  kann  auch
als  Beleg  dienen  für  den  in  unserem  Kapitel  wiederholt  vorkommenden  und  auch
sonst  bei  Aristoteles  häufigen,  auch  bei  anderen  Schriftstellern  (vgl.  Sauppe
im  Cornm.  zu  Lykurg’s  Leoeratea  S.  93  fg.)  beobachteten  Gebrauch,  dass  der
zu  ps'XXEcv  gehörige  Infinitiv  aus  dem  Vorigen  ergänzt  werden  muss.  Rhetor.
1373  a  2  5  rcocvjcrdvz’cov  xaxwj  »j  pcsXXvjoavvcov.  1378  b  1  z5>v  auroö  tc  tte-7toIy;xsv
  rj  vjpeXXev.  1392  b  25.  Vgl.  Vermehren  zur  Nicom.  Ethik  S.  73.  Und
nicht  bloss  bei  (ze’XXeiv,  sondern  ebenso  bei  dovaaSac,  z.  B.  Nicom.  Eth.  VII  8,
1150  b  2  6  de  eXXEi7rcov  jrpös  a  oc  jroXXoi  xai  avzizdvovoi  xai  ddvavrac,  ouvoj  xrX.
Was  nun  obige  Ergänzungen  aus  dem  Gedanken  betrifft,  so  schreibe  ich  noch
ein  paar  Beispiele  aus,  zu  zeigen,  dass  Aristoteles  nicht  selten  auf  die  Gedankenergänzung ­
  des  Lesers  in  einer  Weise  rechnet,  die  den  Erklärer  in  Verlegenheit ­
  setzt.  Rhetor.  I  8,  1365  b  33  inzi  8k  8vjp.oxpa.zia.  pkv  KoXizeia  e’v  -p
xXvjpw  dcavepovTae  räj  äp-^ae,  öXrjap^ea  8k  e’v  r.  oi  azd  rep.vjp.dvcov,  apiazoxpazia
8k  e’v  p  oi  xazä  jraedsiav.  Oder  15,  1361  b  23  6  -/äp  6-jvap.svos  vä  nxilrj
fie-TEcv  irto;  xai  xcvscv  ray-j  xai  izoppoi  dpopexö?,  6  8k  äXißsiv  xai  xars)(siv  7raXatarexoj,
  6  Öe  cooac  Tp  jrXvyp  jrvxrixo's,  6  d’äpyors'poes  rourots  ira^xpanaavixö?,
ö  ds  iräac  7re'vva5Xoj.  Oder  im  Eingang  der  Politik  1  1,  1252  all  t:\yjSei  fäp
xai  oXi^ozvjzi  vofuijouac  deayepstv,  äXX’  oüx  Eedsc  zovzoiv  ixanzov,  oliv  av  piv
öXi^tnv,  Ö£<77TÖrijv,  av  di  teXecövcov,  oixovopov,  av  d’  etc  jrXscövwv,  jvoXcvexov  ij
ßaaiXixov.  Diese  Stellen,  denen  leicht  noch  andere  hinzuzufügen,  wie  sie  sich
unter  einander  aufhellen,  so  werden  sie  auch  dem  Exempel  der  Poetik  eine
kleine  Stütze  sein.
3.  Zum  IS.  Kapitel.
(Zu  S.  118-126.)
Dass  im  Eingang  dieses  Kapitels  1454  a  19  die  von  keiner  Handschrift
gebotenen  Worte  yaöXov  pkv  iäv  yauXvjv  zu  tilgen  sind,  haben  mehrere  gesehen.
Da  aber  die  Handschriften  ipavspöv,  nicht  ipavepäv,  haben  und  ausserdem  npoaipsotv
  viva  vji,  so  ist  es  möglich,  dass  die  Stelle  ursprünglich  so  lautete:  s’av  .  .
jroep  ipavspöv  6  X0705  p  rj  jrpä^cs  ffpoaipEaiv  viva  e/ei,  xp 1 javiäv  d’s’äv  y_prjazr]v,
obwohl  das  Neutrum  yavspöv  auch  bei  der  hergebrachten  Fassung  (xpoaipsniv

I
            
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