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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

BeiIräg-e  zu  Aristoteles  Poetik.

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eivai  pipijrix'/iv,  in  denen  raürr;v  auf  rpaqaidi'a  geht,  durch  Tilgung  des  unentbehrlichen ­
  irsjrXeqp&ijv  in  eine  ganz  unrichtige  Verbindung  gebracht  hat  pv)  Ä?r<lvjv
<xXXä  xai  raurvjv  xvX.  Ist  doch  das  ausdrückliche  pi)  <xttX^v  «XXä  Trr-Xe^pivvjv
so  ganz  in  der  Aristotelischen  Weise,  dass  man  es  schon  darum  nicht  antasten
sollte.  Und  mit  dem  erklärenden  xal  raünjv  (  und  zwar’)  wird  der  Begriff  der
Tragödie  überhaupt  aufgenommen,  da  ja  nicht  von  der  einen  oder  anderen
Compositionsform,  sondern  von  ihr  überhaupt  das  Prädikat  (poßepSiv  xai  iXsetvcöv
  sivea  pipvjrtx^v  zu  gelten  hat,  wie  zum  Überflu-s  auch  die  begründende
Parenthese  deutlich  ausspricht  roüro  "jap  tötov  zfjg  rotaunjj  pipr/ireoig,  worin
rvjg  roiaürvj;  nicht  durch  oder  jrsirXEqpEvvjs,  sondern  durch  ryc  rpaqixijj
zu  erklären  ist.  Es  ist  aber  für  die  Auffassung  des  Folgenden  von  Wichtigkeit,
sich  darüber  klar  zu  werden,  dass  der  mit  iKciSrj  ouv  beginnende  Vordersatz
die  Grundlage  abgibt  nicht  bloss  für  die  Erörterungen  des  13.,  sondern  auch
die  im  14.  Kap.  und  weiterhin  folgenden  Untersuchungen  über  den  pv3o;.  'Da
nach  dem  Vorangegangenen  festsieht,  dass  die  beste  Tragödie  nicht  die  einfache, ­
  sondern  die  verflochtene  ist,  und  da  die  Tragödie  überhaupt  Furcht  und
Mitleid  erregende  Ereignisse  darzustellen  hat,  so  muss  erstlich,  ganz  abgesehen ­
  von  der  Compositionsform,  der  tragische  Übergang  so  und  so  beschaffen
sein,  und  zweitens  hat  man  von  den  Gliedern  des  Mythos,  auf  denen  die  verflochtene ­
  Tragödie  beruht,  den  und  den  Gebrauch  zu  machen.’
Im  14.  Kapitel  haben  die  Worte  av  pev  ouv  i^Spo'v  xrX.  (1433
b  17)  unterschiedlich  Anstoss  geboten.  Zunächst  diene  zur  Berichtigung  der
Susemihl’schen  Note  zu  wissen,  dass  in  allen  Handschriften,  auch  in  B c ,  die
Stelle  so  überliefert  ist:  av  psv  ouv  syJXpöj  iySpiv,  oüdlv  iXesiväv  ovdk  imwv
ou8k  psXXcov,  7rX^v  xar’  aürö  rö  üdclXoc.  Hinter  peXXoov  hat  die  Aldina,  d.  h.  die
Ausgabe  der  Rhetores  Graeci  vom  J.  1308  dsixvuot  eingeschoben;  das  in  den
späteren  Ausgaben  hinter  fx^pöv  stehende  ärroxrzivi)  dagegen  steht  in  der  Aldina
weder  dort  noch,  wie  Susemihl  angibt,  hinter  oiiöh,  sondern  erscheint  meines
Wissens  zuerst  in  dem  gleichfalls  vom  Aldus  gedruckten  Text  der  Poetik  vom
J.  133(1,  welcher  der  lateinischen  Übersetzung  des  Alexander  Paceius  beigefügt
ist.  Dieses  ist  vermuthlich  die  Recension,  welche  der  Herausgeber  der  Übersetzung, ­
  Alexander’s  Sohn,  Wilhelm  Paccius,  besorgt  hat.  Wenn  Paecius  übersetzt: ­
  itaque  si  hostis  hostem  obtruncet  obtruncaturusve  sit,  nequaquam  miserabile
  illud,  praeterquam  necis  ipso  affectu,  assequetur,  so  soll  damit  wohl,  ohne
die  Absicht  einer  Emendation  des  Textes,  nur  der  Gedanke  ausgedrückt  werden.
Doch  kann  die  Übersetzung  den  Anlass  zu  jener  dem  Gedanken  entsprechenden
Ergänzung  von  äzroxm'vp  gegeben  haben,  die  sieh  mit  der  anderen  dcUvvai  von
da  ab  bis  heute  in  den  Texten  erhalten  hat.  Gegen  die  erstere  (die  andere  lässt
er  unberührt)  hat  M.  Schmidt  (Philol.  XX  352),  der  Rittern  einschwärzen  lässt,
was  drei  Jahrhunderte  lang  in  den  Texten  steht,  Einwendungen  erhoben,  die
nicht  stichhaltig  sind;  denn  unbeschadet  des  folgenden  peXXoüv  konnte  Aristoteles ­
  hier  ä-oxreivp  schreiben,  das,  überliefert,  unangetastet  stehen  würde.  Die
Frage  ist  nur,  ob  die  Ergänzung  nothwendig,  und  diese  Frage  trifft  beide  Ergänzungen ­
  gleichmässig.  Schmidt  glaubt  die  erste  unnöthig  zu  machen  durch
die  Schreibung:  av  piv  ouv  iyäp&v,  r/3po,-  oüoev  xrX.  (oder  o  e’-/jpö;).  Allein
            
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