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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

Forschung-  und  Kritik  auf  dem  Gebiete  des  deutschen  Allerthums.  II.

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840]:  'dixit  bis  huz  huz!  quod  significat  foras,  foras  i).’  Wenn
das  ein  deutscher  Ausruf  sein  soll,  weiss  ich  ihn  nicht  zu  erklären, ­
  denn  der  Scheuchruf  hass!  husch!  richtet  sich  nur  an  Thiere.
Unser  hinaus  (uz)  kann  es  kaum  sein.“  Und  doch  ist  es,  wie  nun
unser  hucze  deutlich  zeigt,  in  der  That  nichts  anderes,  als  das
nach  fränkischer  Weise  mit  dem  Hauchlaut  versehene  üz  (vgl.  auch
Schmeller  1,  118).
fliuc  du\  so  auch  in  Z.  4  und  Z.  3  ni  habe  du.  Dies  Hinzutreten ­
  des  Pronomens  zum  Imperativ  ist  im  Ahd.  sowohl  als  im  Mhd.
ziemlich  selten,  aber  doch  mehrfach  zu  belegen:  ni  zutvolö  tliü
Otfried  I.  b,  28.  ni  forliti  thü  thir  Tatian  2,  b.  heil  wis  tliü  ebd.
3,  2  u.  s.  w.  Vgl.  Grammatik  4,  204.
uihu]  die  Gesammtheit  der  Bienen,  der  ganze  Schwarm,  wird
hier,  in  kosender  Form  gleichsam,  als  Vieh  angeredet,  ähnlich  wie
im  baierischen  vich  das  Vieh  insgesainmt,  vichl  dagegen  ein  einzelnes ­
  Stück  bezeichnet  (vgl.  Schmeller  1,  626).
mjnaz]  in  der  Handschrift  stand  ursprünglich  manaz,  ein
Fehler,  der  nachher  dadurch  gebessert  wurde,  dass  der  Schreiber
durch  das  erste  a  ein  langes  j  zog.
hera]  Adv.  her,  hierher,  huc  (vgl.  Gralf  4,  694).
Z.  2.  fridu  frono]  es  ist  nicht  leicht  zu  entscheiden,  ob  fridu
hier  der  Accusativ  oder  der  Dativ  ist,  indem  im  9./10.  Jahrhundert,
ja  früher  schon,  beide  Casusformen  in  der  Schreibung  häutig  zusammenfallen ­
  (vgl.  Gramm.  3,  891).  Neben  der  vollen  Dativflexion
des  Masc.  der  III.  Deel,  auf  -in  (z.  13.  in  fridiu,  in  pace,  Kero  83.
Gloss.  St.  Paul  in  der  Zeitschrift  3,  463 a ,  zi  fridiu,  ad  pacem,  Kero
118;  ferner:  za  sigiu  Fragm.  theot.  3,  12.  zi  suniu,  in  filium,  Diut.
1,  994“  u.  s.  w.,  vgl.  Gramm.  I 2 ,  614.  Dietrich,  hist.  deel.  17)
erscheint  nämlich  nicht  selten  die  mit  dem  Nom.  und  Acc.  gleiclilauteiute
  geschwächte  Form  auf  u-  (z.  B.  ebenfalls  bei  Kero  43
in  fridu,  in  pace,  neben  zweimaligem  fridiu,  ebd.  b4  mit  Paula,
ferner  mit  fridu  Otfried  I.  lb,  IS.  II.  23,  18.  III.  14,  48.  u.  s.  w.
vgl.  Dietrich  a.  a.  0.).  Dass  hier  der  Dativ  vorliegt,  ist  aus  den  Präpositionen ­
  in,  mit,  zi  unschwer  zu  erkennen.  Nicht  so  leicht  ist  dies
Die  Stelle  lautet  im  Zusammenhang  (Pertz,  Script.  II,  648):  „—  sicut  plures  mihi
retulerunt,  conversa  facie  in  sinistram  partem,  indignando  quodammodo,  virtute
quanta  potuit,  bis  dixit  hutzl  hutzl  (=  hucz,  hucz?  al.  huz),  quod  significat  foras,
foras.  Unde  patet,  quia  malignum  spiritum  vidit,  cuius  societatem  nec  vivus  nee
moriens  habere  voluit“  (Vita  Hludowici  Imp.).
            
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