Beiträge zu Aristoteles Poetik.
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Skylla ist es wahrscheinlich) den Euripides treffen. Die Umwandlung
im Charakter der Aulischen Iphigenie wird von modernen Kritikern
anders beurtheilt. Den hier nicht erwähnten Umschlag in der Haltung
des Sophokleischen Neoptolemos rechtfertigt Aristoteles selbst in der
Nicomachischen Ethik YII 10, 1151 b 18. Vermisst wird ein Beispiel
für den Fehler gegen die Ähnlichkeit und Naturwahrheit der Charakteristik,
und es ist wahrscheinlicher, zumal bei der sonstigen Beschaffenheit
dieser Textüberlieferung, dass vor roö di dvcop.aXou ein mit roO di
«vopoiou eingeführtes Beispiel dieses Fehlers verloren gegangen,
als dass Aristoteles keines in Bereitschaft gehabt oder nicht habe
an führen wollen.
Einen neuen Gesichtspunct eröffnet das Folgende, das, anders
als die bisherigen Bestimmungen, die Charaktere in Bezug setzt zu
der Entwickelung der Handlung: wie diese steht die Durchführung
der Charaktere unter dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit und Nothwendigkeit.
Die Forderung trifft beide gleicherweise, wie wgtzzp
(d. h. ebensogut wie) und die von abhängig gemachte völlig
parallele Schlussfolgerung für beide deutlich macht. Die Forderung
des eixog und dva-yxatov nach beiden Seiten tritt übrigens nicht hier
zum ersten Mal auf, sondern ward für die Personen Kap. 9, für die
Handlungen Kap. 7 und sonst geltend gemacht. Als Schlussfolgerung
aus der beiderseitigen Anwendung des Gesetzes erscheint daher auch
das Folgende, dass auch die Lösung des Mythos aus ihm selbst,
nicht durch einen von aussen, unmotiviert herzutretenden deus ex
machina erfolgen müsse und überhaupt in der Verknüpfung der
Handlung kein irrationales (äXo-yov) Vorkommen solle. Diese Bemerkung
hat Anstoss gegeben: man fand sie hier mitten in der Lehre
von den Charakteren unangemessen, dagegen dort am Platz, wo die
Schürzung und Lösung der Tragödie zuerst erwähnt und recht
eigentlich abgehandelt werde. In der Meinung also, dass die hier
ungehörige Abwehr jener unkünstlerischen Art der Lösung dort
nicht fehlen könne, hat Hermann den Ausschnitt <pa.vepöv ovv — tü>
SowoxXsouff von hier weg in das achtzehnte Kapitel hinter nollöi di
sv Ivougi. xeaä>£' da di äpyoj äd xpccrslG^au (1456 a 10)
eingeschaltet. Abgesehen davon, dass man sich durch diese Umsetzung
gedrängt sah, die Bemerkung über das ako’jov, die in dem
dortigen Zusammenhang keinen Anlass hat, mit hinüberzunehmen,
wird man, auch wenn alles, was dort nicht unmittelbar hintereinander