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Pfeiffer
unsere Sprache so reich ist (vgl. Grammatik 3, 307). Durch
kirst soll das eigentümliche Geräusch bezeichnet werden, das
ein junger Schwarm beim „Stossen“, d. i. beim Verlassen des Korbes
hervorbringt. Wer eine bessere Erklärung weiss, möge damit nicht
zurückhalten.
imbi] Bienenschwarm, im Ahd. ein starkes Neutrum: impi
piano, examen apum: Glossen Junii (Nyerup, Symbolae ad. lit.
teut. S. 204), ausserdem noch, genau damit übereinstimmend,
im Reichenauer Codex 86 (Rd) zu Karlsruhe, gedruckt: Germania
11, 34 ff., Nr. 439 (vgl. Graff 1, 237). Im Mhd. wie auch in den
meisten oberdeutschen Dialekten ist das Wort männlichen Geschlechts.
Mhd. imp, imbe und imme (mhd. WB. 1, 747“): do kam ein imb
geflogen, in d’linden er gnistet hat Halbsuter’s Sempacherlied
(Wackernagel’s Altd. Lesebuch. 4. Aufl. 1107, 3); bair. der imb,
imp, imm, pl. die impen (Schmeller 1, 38); Salzburg, die impe
(Höfer 2, 92); Schweiz, der imp, imme (vgl. Stalder 2, 69); pl.
die impe, imme, Dimin. impli.
hucze oder huzce] — liüzze — uzze, foras. Mit geminiertem z
findet sich das Wort geschrieben beiKero, Gloss. Jun. B., Tatian,
Notker und Williram; Otfried und Andere schreiben es mit einfachem
(vgl. Graff 1, 532), mit zc die Trierer Hs. des Williram in uzcer
(Graff 1, 535). Der Vorsetzung eines unorganischen h im Anlaut vor
Vocalen begegnet man, hier mehr, dort weniger, in allen hochdeutschen
Mundarten älterer und neuerer Zeit (vgl. Graff 4, 683.
Weinhold, Alem. Gramm., S. 193. 194), am häufigsten in der fränkischen.
Ausser hucze gewährt unsere Handschrift noch hurolob und
unter den vorhin mitgetheilten Namen Hirinc = Irinc. Im Lorscher
Traditionshuch (Cod.Laureshamensis abbatiäe dipl. Mannh. 1768.—70.
3 Bände. 4°) wimmelt es von solchen mit hauchendem h anlautenden
Namen: Hegisher, Herphuuin, Hadalbald, Eerkenfrit, IIerlebold,
Herladrüd, Herlefrit, Himmi, Himma, Hirmingard, Hermengild,
Hirminhild, Hisinbert, Rodalbert, Hodalfril, Hodolger, Huodalrih,
Hunarc u. s. w. (vgl. Förstemann, Altd. Namenbuch), ein
Beweis, wie tief gerade in der fränkischen Mundart diese Eigenheit
wurzelt. Hiefür noch ein weiteres merkwürdiges Beispiel. Im
„Nachtrag“ zum dritten Bande der Grammatik bemerkt J. Grimm
S. 779 Folgendes: „Ein fränkischer Annalist (Bouquet 6, 125)
berichtet von dem sterbenden Ludwig dem Frommen [-J- 20. Juni