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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

Beitrag-  zur  Rechts-Symbolik.

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lind  überhaupt  schon  mehr  den  Charakter  unserer  jüngeren  Stadtrechte ­
  haben;  denn  sie  enthalten  meist  nur  auf  Steuer-Exemtionen,
Strafen  und  Bussen,  und  gerichtliche  Personen  und  Instanzen  bezügliche ­
  Privilegien  und  Anordnungen,  welche  in  vielen  fast  identisch
sind.  Dass  nur  spärlich  die  Siete  Partidas,  und  noch  viel  weniger  die
übrigen  alfonsinischen  Gesetzbücher  und  die  späteren  Recopilaciones
für  diesen  Zweck  brauchbares  Material  liefern  ,  liegt  in  der  Natur
dieser  schon  von  schulgerechten  Juristen  ausgegangenen  Codificationen.
  Fast  keine  Ausbeute  hat  hiefür  das  Forum  judicum  gewährt.
Unter  den  Hilfsschriften  ist  vor  allen  das  an  Materialien  so
reichhaltige  Werk  der  II  erren  Ma  richalar  Marques  deMontesa
und  Manrique  (s.  Anm.  1)  mit  Dank  zu  nennen,  von  dem  ich  nun
auch  den  siebenten  Band  (Madrid,  1864)  benützen  konnte.  Anderer,
wie  Helfferich’s  Westgothenrechts,  u.  s.  w.,  werde  ich  gelegentlich ­
  mit  gebührender  Anerkennung  zu  erwähnen  haben.

I.  Formeln.
1.  Schon  Grimm  (Rechtsalterthiimer,  S.  443)  hat  aus  dem
Fuero  viejo  de  Castilla,  Lib.  V,  Tit.  V.  Ley  I,  die  Formel:  „Manceba
  eil  cauellos“  als  Parallelstelle  angeführt  zu  der  germanischen
sinnbildlichen  Bezeichnung  der  Jungfrau  durch:  „mit  aufgelösten,
fliegenden  Haaren“,  im  Gegensätze  zu  der  Verheiratheten,  oder
Geschwächten,  die  das  Haar  in  Knoten  gebunden,  oder  unter  einer
Haube  tragen  mussten.
In  der  Ausgabe  des  Fuero  viejo  in  den:  „Cödigos  espaiioles
concordados  y  anotados  (Madrid,  1847;  in  4<>.  —  auf  diese  Ausgabe
beziehen  sich  die  hier  angeführten  Citate)  wird  dazu  bemerkt:  Por
eso  en  la  ley  8,  tit.  10,  lib.  4  del  Fuero  real  se  contrapone  la  mujer
ö  moza  en  cabellos  ä  la  casada  (que  Ilevaba  el  cabello  recogido  en
las  tocas)“.  Und  ebenda  wird  die  nachstehende  Urkunde  als  Belegstelle ­
  dazu  mitgetheilt:
Carta  de  Avila:  Conoscida  cosa  sea  ä  quantos  vieren  e  oyeren
la  carta  de  mancebia  e  compafieria  que  yo  Nunyo  Fortunyes  ßllo  de
Fortun  Sancho  ponga  tal  pleyto  con  vusco  Donna  Elvira  Gonsalves,
mangeba  en  cavello,  que  vos  rescibo  por  manceba  e  companyera  ä
pan  e  mesa  e  cuchiello  por  todos  los  dias  que  yo  visquiere  e  vos  dono
1*
            
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