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M u s s a f i a
Liebesanträge des letzteren; er wird durch fünf Jahre im Thurme
gefangen gehalten. Am Tage der Rückkehr des Kaisers befreit,
reitet er dem Bruder entgegen und erzählt ihm, die Kaiserin habe
ihn so schmählich behandelt, weil er sich nicht von ihr habe verführen
lassen. Der Kaiser befiehlt zwei Knechten, die Treulose in
den Wald zu führen und zu tödten. Im Walde will ihr jeder der
Knechte Gewalt antliun; auf ihr Schreien eilt ihr zur Hilfe ein Edelmann
herbei und nimmt sie in sein Haus mit. Dort verfolgt sie der
Bruder ihres Herrn mit Liebesanträgen, die sie abweist. Da ermordet
er das Söhnlein seines Bruders, mit dem sie zusammen schläft und
legt das blutige Messer in ihre Hand. Der Herr befiehlt einigen
Schiffern, die Kaiserin auf einer unbewohnten Insel in der Mitte des
Meeres auszusetzen. Diese versuchen ebenfalls einen Angriff auf ihre
Tugend; als sie aber Widerstand leistet, besinnen sie sich eines
Besseren und schiffen sie auf dem nackten Felsen aus. Während des
Schlafes erscheint ihr die Jungfrau und heisst sie unter ihrem Haupte
ein den Aussatz heilendes Kraut ausgraben. Ein Schilf fährt vorbei
und nimmt sie mit. Angelandet (III a schon auf dem Schiffe; vgl.
I c ) macht sie eine glückliche Probe mit dem Kraute, der viele andere
folgen, so dass ihr Ruhm weit und breit verkündet wird. Sie kommt
in die Stadt, wo der Bruder ihres Herrn am Aussatze krank liegt.
Niemand erkennt sie <). Sie fordert Geständniss aller Sünden des
Kranken, der endlich auch Alles bekennt, nachdem ihm sein Bruder
im voraus Verzeihung versprochen. Die Kaiserin gibt sich zu erkennen
und heilt ihn. Sie pilgert nun nach Rom, wo sie der Kaiser bittet,
seinen Bruder, der ebenfalls aussätzig ist, zu heilen. Geständniss
und Heilung des Letzteren. Verzweiflung des Kaisers über seine
l) Vincentius begnügt sich die Thatsache anzugeben; Gautier meint, Kummer und
Leiden hätten sie unkenntlich gemacht.
De legier d’els s’est estrangie;
Ses pales vis, sa pale face
Legierement son nom efface.
Briccio nimmt ein neues Wunder an:
La Regina del Ciel Madre Maria,
Che i suoi divoti mai non abbandona,
Avea di Flavia la fisonomia
Velata in modo che alcuna persona. . .
Avrebbe conosciuta tal matrona.