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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

Die  Erklärung  einer  alten  chinesischen  Semiotik.

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Wenn  der  fette  und  liebliche  Stoff  hervortritt  und  in  Gang
kommt,  wenn  er  beständig  fliesst,  sich  regt  und  den  Leib  bewegt,  so
stellt  dies  das  Wasser  vor,  welches  fliessend  sich  regt  und  nicht
verweilt.
„Gewöhnlich  keine  Achtung  und  Furcht“  stellt  das  Wasser  vor.
das  vermöge  seiner  Natur  abwärts  läuft  und  sich  nicht  nach  oben
kehrt.  „Innerlich  Trug,  äusserlich  Ehrfurcht“  stellt  den  Stoff  des
Wassers  vor,  der  innerlich  leer  und  ohne  Dichte  ist.
Wenn  der  Geist  und  die  Luft  rauh  und  trüb  sind,  so  ist  dies
immer  dem  Verfall  der  Gestalt  vorgesetzt.

Man  schätzt  das  gegenseitige  Zutreffen.  Man  hütet  sich  sehr
vor  dem  gegenseitigen  Überwinden.  Siegt  die  Gestalt  über  die  Farbe,
so  ist  es  geringfügig.  Siegt  die  Farbe  über  die  Gestalt,  so  ist  es
schwer.  Erreicht  man  die  Jahre  der  Zeit  der  Überwindung  und  wird
Einfluss  geübt,  so  entsteht  Krankheit.  Bei  den  Jahren  hüte  man  sich
vor  sieben  und  neun.  Man  muss  noch  mehr  auf  seiner  Hut  sein  und
sich  fürchten.
(Erklärung.)  Dies  erläutert  die  Weise  der  Beobachtung,  wenn
die  Gestalt  zutrifft,  die  Farbe  jedoch  nicht  zutrifft.
So  soll,  um  ein  Beispiel  anzuführen,  ein  Mensch  der  Holzgestalt
nach  dem  Gesetze  von  Farbe  grün  sein.  In  diesem  Falle  treffen
Gestalt  und  Farbe  gegenseitig  zu,  und  es  ist  dies  eine  gesunde  und
geschätzte  Gestalt.  Zeigt  er  eine  gelbe  Farbe,  oder  zeigt  er  die
weisse  Farbe,  so  ist  ein  gegenseitiges  Überwinden,  und  es  ist  dies
etwas,  das  der  Krankheit  vorgesetzt  ist  und  vor  dem  man  sich  sehr
zu  hüten  hat.  Zeigt  er  die  gelbe  Farbe,  so  siegt  die  Gestalt  über  die
Farbe  und  dies  ist  der  Geringfügigkeit  der  Krankheit  vorgesetzt.
Zeigt  er  die  weisse  Farbe,  so  siegt  die  Farbe  über  die  Gestalt  und
dies  ist  der  Schwere  der  Krankheit  vorgesetzt.  Damit  jedoch  eine
Krankheit  hervorgebracht  werde,  muss  man  die  Jahre  derZeit,  in
welcher  das  Holz  überwunden  wird,  erreicht  haben.  Wenn  dann  der
Einfluss  einer  äusseren  Schädlichkeit  geltend  gemacht  wird,  entsteht
Krankheit.
„Bei  den  Jahren  hüte  man  sich“  hat  folgende  Bedeutung:  Die
Gestalt  und  die  Farbe  des  Menschen  der  fünf  Gestalten  überwinden
            
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