Über eine ital. inetr. Darstellung' der Crescentiasage. 641
El proseguir de questa vita prava,
Honde a la dona per zerto era avixo
Che lei fosse condutta in paradixo.
Com’ io ve chanto, si trovo zereliaudo
1223 Che tuto un mexe intriego la dnchessa
Se stete con quel anzolo diportaudo
In tanta dolze paze e gloria messa,
E nel termene dito lei dimorando
Disendendo 1’ anzolo Santo un zorno ad essa
1230 Uno vaselo d’oro lui li portta
E aprexentolo a quela donna achortta,
Dizendo: „Dona, quelo che io t’aprexento
Teclio lo conserverai hen da parte de Dio:
E dentro 1’ e serato un tal honguento
1233 Che ancora te tornerä in gran disio,
Che infermitate non e di tanto stento
Che non resana per eso, te dicho io,
E poi te anonzio che de questo stalo
Doman te partirai senza algun falo.“
Costanza nimmt andächtig und dankbar das Biichschen an, und
bindet es in ihr Hemd; die ganze Nacht bleibt der Engel bei ihr, sie
tröstend und ihr bald eine bessere Zukunft verbeissend. Beim Tagesanbruch
verschwindet der Bote Gottes und bald darauf landet beim
Felsen ein Schilf von Seeräubern, die dort Bast halten wollen. Einer
unter ihnen erblickt die Frau; in der Dunkelheit hält er sie für ein
Ungeheuer und eilt erschrocken zu seinen Gefährten im Schilfe.
Diese begeben sich nun vereint gegen denselben Ort, und unterwegs
tritt ihnen Costanza entgegen. Sie ruft ihnen aber von der Ferne zu,
stehen zu bleiben und ihr, einer armen verlassenen Christin, irgend
ein Kleid zuzuwerfen, damit sie ihre Blässe bedecken könne. Ein
Matrose wirft ihr seine Jacke zu, worauf sie sich ihnen nähert und
erzählt, sie wäre eine Sünderin, welche zu Nostra-Donna del Poggio
wallfahrten wollte; treulose Schiffer hätten sie aber am Tage vorher
ihrer Habe beraubt und dort verlassen. DerSchilfscapitän erbarmt sich
ihrer und erklärt sich bereit, sie an ihren Bestimmungsort zu führen.
1224 Cod. Ecouo io ue chanto. 1229—30 Discese l’angiöl santo un g. ad es, Ed
un vas, d’oro egli le porta.
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