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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

Dr.  P  f  i  /.  m  a  i  e  r

SG
werden.  Ein  Mensch  von  vielen  Gaben  ist  geAviss  mit  dem  Herzen
thätig.  „Vieler  Kummer“  stellt  die  Eigenschaft  des  Baumes  vor,  der
keine  Ruhe  linden  kann.  Ein  Mensch,  der  vielen  Kummer  hat,  lässt
sich  gewiss  die  Dinge  angelegen  sein.
Wenn  einmal  seine  Gestalt  gebrechlich,  schwach,  gekrümmt
oder  kurz  sein  sollte,  so  ist  dies  nicht  gut.

Die  Feuergestalt  ist  roth  und  hell.  Ein  kleines  Angesicht,  und
fünf  Dinge  sind  spitzig,  hingekehrt,  sichtbar,  schief,  niedrig.  Ist  der
Geist  klar,  so  ist  er  der  Vornehmheit  vorgesetzt.  Es  ist  schwere  Luft
und  leichtes  Gut,  wenig  Treue  und  vieles  Nachdenken.  Es  ist  Freude
an  Bewegung,  das  Herz  ist  hastig.  Es  ist  grosser  Widerwille,  keine
Geselligkeit.
(Erklärung.)  Bei  dem  Menschen  der  Feuergestalt  stimmt  die
Farbe  mit  dem  Roth  überein  und  liebt  das  Helle.
„Fünf  Dinge  sind  spitzig“  will  sagen,  dass  Haupt,  Stirn,  Nase,
Angesicht  und  Mund  das  Feuer  vorstellen,  Avelches  nach  oben
spitzig  ist.
„Fünf  Dinge  sind  hingekehrt,  fünf  Dinge  sind  sichtbar“,  will
sagen,  dass  die  fünf  Obrigkeiten  nach  aussen  gekehrt  und  nach  aussen
sichtbar  sind.  Sie  stellen  die  Eigenschaft  des  Feuers  vor,  Avelehes
sich  offen  ausbreitet  und  nach  aussen  sichtbar  ist.  „Fünf  Dinge  sind
schief,  fünf  Dinge  sind  niedrig“  will  sagen,  dass  die  fünf  Obrigkeiten
unrichtig,  hässlich  und  niedrig  sind.  Sie  stellen  das  Feuer  vor,
Avelehes  sich  an  die  Körper  hängt,  die  Gegenstände  verfolgt  und
sclnver  zurechtzusetzen  ist.
Wo  hier  „hingekehrt,  sichtbar,  schief,  niedrig“  gesagt  Avird,
zerstört  das  Feuer  die  Gestalt.  Wenn  der  Geist  rein  und  hell  ist,
erlangt  er  dadurch  den  Geist  des  Feuers,  und  dann  ist  er  im  Gegentheil
  der  Vornehmheit  vorgesetzt.
„Sclnvere  Luft“  stellt  vor,  dass  das  Feuer  zu  dem  Urstoffe  des
Lichtes  gehört  und  reich  an  Luft  ist.  „Leichtes  Gut“  stellt  vor,  dass
die  Eigenschaft  des  Feuers  häufige  Verflüchtigung  ist.
„Wenig  Treue“  stellt  vor,  dass  das  Feuer  von  Natur  wechselnd
und  veränderlich  ist.  „Vieles  Nachdenken“  stellt  vor.  dass  das
Feuer  die  Gegenstände  erhellt  und  beleuchtet.
            
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