Die Erklärung einer alten chinesischen Semiotik.
SB
Wenn der Magen heiss, ist um den Mund Grütze. Wird bei
schwebendem Herzen gut der Hunger ertragen, so sind die Gedärme
heiss, der Durchfall ist heiss. Was abgeht, ist gelb wie Grütze. Ist
der Magen kalt, ist Frische und Hohlheit, so ist der Bauch angeschwollen
und schmerzhaft. Sind die Gedärme kalt, so ist der Harn
weiss, es besteht Speiseruhr und die Gedärme knarren.
(Erklärung.) Dies erläutert die Weise der Beobachtung, wenn
Kälte oder Hitze des Magens und der Gedärme die Krankheit sind.
Ist in dem Magen Hitze vorhanden, so bringt sie nach oben
Grütze des Mundes hervor. Ist das Herz leer, an den Hunger gewöhnt
und ist in den Gedärmen Hitze, so sind die Gegenstände, die durch
den Durchfall ausgeschieden werden, ebenfalls heiss und von Farbe
gelb wie Grütze.
Ist in dem Magen Kälte, ist das Angesicht kühl und hohl, so
schwillt der Bauch und ist schmerzhaft. Ist in den Gedärmen Kälte,
so ist der Harn weiss, es besteht Speiseruhr und die Gedärme
knarren.
Der Mensch der Holzgestalt ist von Farbe gewiss grasgrün.
Sein Leib ist gerade, fünf Dinge sind klein. Fünf Dinge sind mager,
fünf Dinge sind lang. Er besitzt viele Gaben und ist thätig mit dem
Herzen. Er hat vielen Kummer und lässt sich die Dinge angelegen
sein. Gebrechlich, schwach, krumm, kurz, wenn dies einmal vorkommt,
ist es nicht gut.
(Erklärung.) Die hier unten stehenden fünf Abschnitte enthalten
die Weise der Beobachtung in Bezug auf die Übereinstimmung der
Farbe mit der Gestalt.
Bei dem Menschen der Holzgestalt stimmt die Farbe mit dem
Grün überein und liebt es, feucht wie das Azur und das Grasgrün zu
sein. Indem der Leib gerade ist, stellt er die Geradheit des Stammes
des Baumes vor. „Fünf Dinge sind klein“ bedeutet: das Haupt ist
klein, Hände und Füsse sind klein und stellen die Krone und die Äste
des Baumes vor. „Fünf Dinge sind mager, fünf Dinge sind lang“
bedeutet: der Leib und die Gliedmassen stellen die dünnen und
langen Zweige des Baumes vor.
„Viele Gaben“ stellt vor, dass der Baum brauchbar ist und dass
aus ihm, je nachdem er behauen wird, Werthgegenstände verfertigt