Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

Die  Erklärung 1  einer  alten  chinesischen  Semiotik.

53

klein,  so  sind  die  Haut  und  das  Fleisch  des  „Schuhes“  ebenfalls  verringert ­
  und  haben  wenig  Luft.  Ist  der  Puls  gross,  so  sind  die  Haut
und  das  Fleisch  des  „Schuhes“  ebenfalls  gross  und  sie  erheben  sich.
Ist  der  Puls  glatt,  so  sind  die  Haut  und  das  Fleisch  des  „Schuhes“
ebenfalls  glatt.  Ist  der  Puls  raub,  so  sind  die  Haut  und  das  Fleisch
des  „Schuhes“  ebenfalls  rauh.  Deswegen  wird  gesagt:  Der  Puls
und  der  „Schuh“  entsprechen  einander.
Beobachtet  man,  dass  die  Haut  und  das  Fleisch  des  „Schuhes“
kalt  sind,  so  ist  dies  dem  leeren  Durchfall  vorgesetzt.  Beobachtet  man,
dass  die  Haut  und  das  Fleisch  des  „Schubes“  heiss  sind,  so  ist  dies
der  Wärme  bei  der  Krankheit  vorgesetzt.  Ist  keine  Wärme  bei  der
Krankheit,  so  ist  dies  der  Leere  des  Urstofles  der  Finsterniss,  der
Kälte,  Hitze  und  dem  Leiden  der  Bemühungen  vorgesetzt.
Bei  der  Krankheit  des  Windes  ist  das  Fleisch  des  „Schuhes“
glatt.  Bei  der  Krankheit  der  Lähmung  ist  das  Fleisch  des  „Schuhes“
raub.  Sind  Luft  und  Blut  vollkommen,  so  ist  das  Fleisch  des  „Schuhes“
ausgiebig  und  vollkommen.  Sind  Luft  und  Blut  leer,  so  ist  das  Fleisch
des  „Schuhes“  mangelhaft  und  geschwunden.

Das  Arnigelenk  erspäht  die  Lenden  und  den  Bauch.  Die  Hand
ist  für  die  Schenkel  und  die  Enden  der  Füsse.  Die  Aussenseite  des
„Schuhes“  ist  für  die  Schultern  und  den  Rücken.  Das  Fleisch  des
„Schuhes“  ist  für  den  Vordertheil  der  Brust.  Die  Mitte  der  Handfläche
ist  für  die  Mitte  des  Bauches.  Ist  der  Fisch  grün,  so  ist  Kälte  des
Magens.  Je  nach  dem  Orte,  an  welchem  Kälte  und  Hitze  sich  befinden, ­
  erzeugt  die  Krankheit  Hitze  und  Kälte.
(Erklärung.)  Dies  erläutert  die  Weise  der  Beobachtung  in  Bezug
auf  das  Armgelenk  und  den  Arm.
Was  über  dem  Armgelenk,  heisst  das  Schulterblatt.  Was  unter
dem  Armgelenk,  heisst  der  Arm.  Das  Gelenk  des  Schulterblattes  und
des  Armes  heisst  das  Armgelenk  (tacheu).  Die  innere  Fläche  des
Armes  heisst  der  Schuh').  Was  ausserhalb  des  „Schuhes“  heisst
der  Arm.

1 )  ln  dem  Vorhergehenden  wurde  der  Ausdruck  „Schuh“  (tsch'hi)  auf  eine  Gegend
der  inneren  Fläche  des  Annes  unter  der  Handwurzel  h'eaehränkt.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.