Die Erklärung einer alten chinesischen Semiotik.
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Die Adern des Urstoffes der Finsterniss folgen den Wegen und
haben eine beständige Farbe. Die Adern des UrstofFes des Lichtes
haben nichts Beständiges. Sie richten sich nach den vier Jahreszeiten
und verändern die Farbe. Bei grosser Kälte erstarren sie.
Wenn sie erstarren, so sind sie schwarz und grün. Bei grosser Hitze
erschlaffen sie. Wenn sie erschlaffen, sind sie gelb und blassroth.
(Erklärung.) Dies ist die Weise der Beobachtung nach den
Farben in Verbindung mit den Adern.
Bei den Adern gibt es einen Urstoff der Finsterniss und einen
Urstoff des Lichtes. Die Adern, welche den Wegen des UrstofFes
der Finsterniss folgen, sind Adern des Urstoffes der Finsterniss. Die
Adern, welche den Wegen des Urstoffes des Lichtes folgen, sind
Adern des Urstoffes des Lichtes.
Die Adern des Urstoffes der Finsterniss sind tief und befinden
sich inwendig. Die Adern des Urstoffes des Lichtes schwimmen und
befinden sich auswendig. Diejenigen, die sich inwendig befinden,
kann man nicht sehen. Sie folgen hlos der Farbe der Beständigkeit
der Wege, und man behandelt sie hiernach. Deswegen wird gesagt:
Sie haben eine beständige Farbe. — Diejenigen, die sich auswendig
befinden, kann man sehen. Sie richten sieh dann nach den vier
Jahreszeiten, sie verändern abwechselnd die Farbe, und man
behandelt sie hiernach. Deswegen wird gesagt: Die Adern des
Urstoffes des Lichtes haben nichts Beständiges.
Es fragt sich, oh die Veränderung der Farben bei den Adern
des Urstoffes des Lichtes nicht auch äusserlich ist. Man beobachtet
die Kälte und Hitze der Farben. Ist die Kälte gross, so erstarren die
Adern. Wenn die Adern erstarren, so ist die Farbe grün und
schwarz. Ist die Hitze gross, so erschlaffen die Adern. Wenn die
Adern erschlaffen, so ist die Farbe gelb und blassroth.
Die grosse Ader des Magens heisst mit Namen: die leere Weglänge.
Bewegt sie sich unter der linken Brust, so ist ein Hinüberschreiten
und kein Erreichen. Bewegt sie sich dem Herzbeutel entsprechend,
so entweicht die stammhaltende Luft nach aussen. Ist sie
gedrängt und gebunden, so ist Anhäufung und Ansammlung. Kommt
sie gar nicht, so erfolgt der Tod.
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