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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

Die  Erklärung  einer  alten  chinesischen  Semiotik.

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Die  Adern  des  Urstoffes  der  Finsterniss  folgen  den  Wegen  und
haben  eine  beständige  Farbe.  Die  Adern  des  UrstofFes  des  Lichtes
haben  nichts  Beständiges.  Sie  richten  sich  nach  den  vier  Jahreszeiten ­
  und  verändern  die  Farbe.  Bei  grosser  Kälte  erstarren  sie.
Wenn  sie  erstarren,  so  sind  sie  schwarz  und  grün.  Bei  grosser  Hitze
erschlaffen  sie.  Wenn  sie  erschlaffen,  sind  sie  gelb  und  blassroth.
(Erklärung.)  Dies  ist  die  Weise  der  Beobachtung  nach  den
Farben  in  Verbindung  mit  den  Adern.
Bei  den  Adern  gibt  es  einen  Urstoff  der  Finsterniss  und  einen
Urstoff  des  Lichtes.  Die  Adern,  welche  den  Wegen  des  UrstofFes
der  Finsterniss  folgen,  sind  Adern  des  Urstoffes  der  Finsterniss.  Die
Adern,  welche  den  Wegen  des  Urstoffes  des  Lichtes  folgen,  sind
Adern  des  Urstoffes  des  Lichtes.
Die  Adern  des  Urstoffes  der  Finsterniss  sind  tief  und  befinden
sich  inwendig.  Die  Adern  des  Urstoffes  des  Lichtes  schwimmen  und
befinden  sich  auswendig.  Diejenigen,  die  sich  inwendig  befinden,
kann  man  nicht  sehen.  Sie  folgen  hlos  der  Farbe  der  Beständigkeit
der  Wege,  und  man  behandelt  sie  hiernach.  Deswegen  wird  gesagt:
Sie  haben  eine  beständige  Farbe.  —  Diejenigen,  die  sich  auswendig
befinden,  kann  man  sehen.  Sie  richten  sieh  dann  nach  den  vier
Jahreszeiten,  sie  verändern  abwechselnd  die  Farbe,  und  man
behandelt  sie  hiernach.  Deswegen  wird  gesagt:  Die  Adern  des
Urstoffes  des  Lichtes  haben  nichts  Beständiges.
Es  fragt  sich,  oh  die  Veränderung  der  Farben  bei  den  Adern
des  Urstoffes  des  Lichtes  nicht  auch  äusserlich  ist.  Man  beobachtet
die  Kälte  und  Hitze  der  Farben.  Ist  die  Kälte  gross,  so  erstarren  die
Adern.  Wenn  die  Adern  erstarren,  so  ist  die  Farbe  grün  und
schwarz.  Ist  die  Hitze  gross,  so  erschlaffen  die  Adern.  Wenn  die
Adern  erschlaffen,  so  ist  die  Farbe  gelb  und  blassroth.

Die  grosse  Ader  des  Magens  heisst  mit  Namen:  die  leere  Weglänge. ­
  Bewegt  sie  sich  unter  der  linken  Brust,  so  ist  ein  Hinüberschreiten ­
  und  kein  Erreichen.  Bewegt  sie  sich  dem  Herzbeutel  entsprechend, ­
  so  entweicht  die  stammhaltende  Luft  nach  aussen.  Ist  sie
gedrängt  und  gebunden,  so  ist  Anhäufung  und  Ansammlung.  Kommt
sie  gar  nicht,  so  erfolgt  der  Tod.

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