Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

P  f  i  z  m  a  i  e  r

514
welche  in  den  Biegungen,  die  Formen  der  höheren  Schriftsprache
verschmähend,  hin  und  wieder  mit  der  Sprache  des  gemeinen  Lebens
übereinstimmt.  Einige  neu  scheinende  und  technische  Ausdrucke
mögen  am  besten  aus  den  unten  folgenden  Proben  kennen  gelernt
werden.  Es  genüge  hier,  beispielsweise  an  das  öfters  gebrauchte
ojobi  „und“,  furi-zane  „Melonenkern“  (für  „Blumenblatt“)
zu  erinnern.
In  der  vorliegenden  Abhandlung  hat  der  Verfasser  ungefähr  den
vierten  Tlieil  eines  in  Japan  im  sechzehnten  Jahre  des  in  den  Zeitraum ­
  Fö-reki  fallenden  sechzigtheiligen  Kreises  (im  Jahre  1759
erschienenen  Werkes
„Classen  von  Blumen“,  welches  in  acht  Heften  die  Abbildungen  und
Beschreibungen  von  Pflanzen  und  Bäumen  enthält,  ausgearbeitet.  Um
einen  deutlichen  Begriff  von  der  in  den  botanischen  Werken  üblichen
Sprache  zu  gehen,  wurde  in  den  ersten  drei  Nummern  der  japanische
Text  genau  so  wie  er  in  dem  Buche  ist,  vorangestellt.  Da  jedoch  die
Setzung  vieler  chinesischen  Zeichen  den  Druck  unverhältnissmassig
verzögert  hätte,  wurde  in  den  übrigen  Nummern  die  Wörterschrift
in  Sylbenschrift  umgewandelt,  was,  dem  oben  Gesagten  zufolge,  mit
der  Anfertigung  einer  japanischen  Übersetzung  beinahe  gleichbedeutend. ­

Zu  der  in  dem  Buche  angewendeten  Sylbenschrift  Kata-ka-na
gehören  zwei  bisher  unbekannte  Zeichen,  welche  an  den  Stellen,  wo
sie  Vorkommen,  belassen  wurden.  Dieselben  sind  •'j  koto,  welches
die  Abkürzung  des  chinesischen  jjg.  koto,  und  y  site,  welches  die
Abkürzung  des  chinesischen  jpq  site,  und  von  y  me,  einer  sonst  in
der  Sylbenschrift  gebrauchten  Variante  des  y  me,  der  Form  nach
nicht  verschieden  ist.  Ausserdem  linden  sich  in  dem  Buche  die  diakritischen ­
  Doppelpuncte  des  Kata-ka-na  sehr  häufig  ausgelassen,
was  in  den  ersten  Nummern  der  gelieferten  Proben  nachgeahmt
wurde.
Eine  Eigenthümlichkeit  ist  es  ferner,  dass  sowohl  in  dem  Index
als  in  den  Überschriften  sämmtliche  Pflanzen  mit  ihren,  in  Japan
gewiss  nicht  allgemein  bekannten,  chinesischen  Namen  angeführt  und

unserer  Zeitrechnung)

Kua-je,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.