Pfizinaier, Die Sprache in den botanischen Werken der Japaner. 313
SITZUNG VOM 6. DECEMBER 1863.
Die Sprache in den botanischen Werken der Japaner.
(Vorgelegt in der Sitzung vom 13. December.)
Von dem w. M. Dr. Aug. Pfizinaier.
Die Sprache in den botanischen Werken der Japaner besteht, was
die Beschreibungen der Pflanzen betrifft, grösstentheils aus reinem
Jamato, das jedoch, wie dies auch bei anderen wissenschaftlichen
Werken der Fall ist, im Ganzen durch Wörterschrift in gewöhnlichen,
wenig eursiven chinesischen Zeichen ausgedrückt wird. Dabei werden
Periodenhau, bisweilen auch eine ungewöhnliche Aussprache und
einzelne minder wichtige Wörter durch Sylbenschrift Kuta-ka-na
in kurzen Umrissen angedeutet.
In Bezug auf das Letztere ist das häufige Vorkommen der sogenannten
„Polsterwörter“ (chinesische Zeichen, hei deren Erklärung
nur die Sache, nicht aber die eigentliche Bedeutung wiedergegeben
wird) besonders bemerkenswertli.
Im allgemeinen ist es bei dieser Schreibweise nothwendig, dass
die chinesischen Zeichen von dem Leser japanisch übersetzt werden,
wobei jedoch manches der Willkür überlassen bleibt, indem, abgesehen
von der mehrfachen Aussprache, welche den Zeichen der
Wörterschrift gewöhnlich zukommt, namentlich die Partikeln, welche
je nach der Stylgattung gesetzt oder ausgelassen werden können,
nicht vollständig angegeben sind.
Die Sprache selbst unterscheidet sich durch kurzen Periodenbau,
Einfachheit und den gänzlichen Mangel der sonst im Japanischen in
so grosser Ausdehnung und Mannigfaltigkeit angewendeten Hilfszeitwörter.
Die Ausdrücke sind diejenigen der niederen Schriftsprache,
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