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Dp. Pfizmaier
Ist bei einer Krankheit am Tage Verschlimmerung mit Killte lind
Hohlheit, in der Nacht aber Beruhigung, so ist dies eine getheilte
Krankheit, hei welcher der Urstoff der Finsterniss zu dem Urstofte
des Lichtes emporsteigt.
Ist bei einer Krankheit in der Nacht Verschlimmerung mit Aufregung
und Hitze, am Tage jedoch Beruhigung, so ist dies eine
getheilte Krankheit, hei welcher der Urstoff des Lichtes zu dem Urstoffe
der Finsterniss hinabsinkt.
Ist bei einer Krankheit sowohl am Tage als in der Nacht Kälte
und Hohlheit, so ist dies eine Krankheit, hei welcher der Urstoff'der
Finsterniss schwer und der Urstoff des Lichtes nicht vorhanden
ist.
Ist hei einer Krankheit sowohl am Tage als in der Nacht Aufregung
und Hitze, so ist dies eine Krankheit, hei welcher der
Urstoff' des Lichtes schwer und der Urstoff der Finsterniss nicht vorhanden
ist.
Ist hei einer Krankheit am Tage Kälte und Hohlheit , in der
Nacht Aufregung und Hitze, so nennt man dies mit Namen: die
Urstoffe der Finsterniss und des Lichtes unter einander gemengt.
Wenn Speisen und Getränke sich nicht beibringen lassen, so
ist es schwer, den Tod und das Ende eines solchen Menschen hintanzuhalten.
Ist hei vielem Essen wenig Luft, so verwandelt sich das Feuer
und es ist eben erst die Genesung erfolgt. Ist hei wenig Essen viele
Luft, so ist im Magen und in den Lungen eine Krankheit. Wo Freude
am Kalten, ist Hitze vorhanden. Wo Freude am Heissen, ist Kälte
vorhanden. Bei Leere und Vollheit der Kälte und Hitze handelt es
sich um das Viele oder Wenige.
(Erklärung.) Dies ist die Weise der Beobachtung, durch Fragen
Kenntniss von Speise und Trank zu erlangen.
Dass bei vielem Essen die Luft vollkommen, ist das Gewöhnliche.
Ist hei vielem Essen wenig Luft, so verwandelt sich, wo keine Krankheit
des Magens vorhanden, das Feuer. Es ist nämlich der Fali, dass
nach eben erst erfolgter Genesung Begierde nach Speise ensteht und
die Luft des Lehens nicht hinreicht.