Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

42

Dr.  P  f  i  z  m  a  i  e  r

ist  das  Hervorkommende  der  Speiciiel,  und  die  Krankheit  ist  in  der
Milz  entstanden.  Geschieht  das  Eindringen  in  die  Lungen,  so  ist  das
Hervorkommende  die  Flüssigkeit  der  Nase,  und  die  Krankheit  ist  in
den  Lungen  entstanden.
Die  Weise  hinsichtlich  der  Stärke  und  Schwäche  der  Stimme,
der  Regelmässigkeit  und  Unregelmässigkeit  der  Farben  werde  zugleich ­
  vorangestellt.

Die  gewöhnliche  Erscheinung  hei  den  hundert  Krankheiten  ist
am  Tage  Beruhigung,  am  Morgen  Empfindlichkeit,  am  Abend  Zunahme, ­
  in  der  Nacht  die  grösste  Heftigkeit.  Es  ist  Richtiges  und
Unrichtiges,  Vorschreiten  und  Zurückgehen.  Zur  Zeit  des  Eintrittes
der  Flutli  ist  das  feine  Geislige  schätzbar.  Hat  es  nicht  abgenommen,
so  ist  Vollheit.  Ist  es  erschöpft  und  schwach,  so  ist  Leere  und
Gebundensein.
(Erklärung.)  Dies  ist  die  Weise  der  Beobachtung,  wie  durch
Fragen  zu  erfahren,  ob  das  feine  Geistige  vollkommen  oder  geschwunden, ­
  ob  Vollbeit  oder  Leere  vorhanden.
Was  bei  Krankheiten  die  Empfindlichkeit  am  Morgen  betrifft,  so
ist  am  Morgen  die  Luft  des  Menschen  erst  im  Entstehen,  die  abwehrende ­
  Luft  setzt  sich  erst  in  Bewegung.  Deswegen  ist  Empfindlichkeit ­
  vorhanden.
Was  die  Beruhigung  am  Tage  betrifft,  so  ist  am  Mittag  die  Luft
des  Menschen  ausgewachsen.  Ist  sie  ausgewachsen,  so  überwindet
sie  das  Unrechte,  deswegen  ist  Beruhigung.
Was  die  Zunahme  am  Abend  betrifft,  so  beginnt  am  Abend  die
Luft  des  Menschen  abzunehmen,  die  Luft  des  Unrechten  beginnt  zu
wachsen,  deswegen  ist  Zunahme.
Was  die  grösste  Heftigkeit  in  der  Nacht  betrifft,  so  tritt  um
Mitternacht  die  Luft  des  Menschen  in  die  Eingeweide,  die  Luft  des
Unrechten  verbleibt  allein  in  dem  Leibe.  Deswegen  ist  die  grösste
Heftigkeit.
Dies  sind  die  gewöhnlichen  Erscheinungen  der  Abnahme  und
des  Wachsens,  des  Richtigen  und  des  Unrichtigen,  des  Vorschreitens
und  des  Zurückgehens  bei  den  hundert  Krankheiten.
Bei  Krankheiten,  welche  zur  Zeit  des  Eintrittes  der  Flutli
befallen,  ist  auf  das  feine  Geistige  viel  zu  halten.  Wenn  die  Krank-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.