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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

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t)r.  Pfizmaier

keit.  Hier  mag  man  selbst  die  äusserste  Mühe  auf  die  Behandlung'
verwenden  und  das  Lehen  das  Loos  sein,  es  ist  schwer,  dass  es  ein
gutes  Ende  nehme.  Indem  man  das  Metall  zurückzieht,  kann  man
nicht  dem  Holze  beikommen.
Ist  die  Stimme  hei  dem  Singen  verloren  gegangen,  so  hat  man
durch  das  Singen  die  Kehle  verletzt,  und  hier  kann  Wiederherstellung
auch  ohne  Behandlung  erfolgen.

Nachdem  man  über  die  Stimme  und  die  Töne  ins  Reine
gekommen,  soll  man  auch  wissen,  wie  man  erfragt.  Indem  man  die
fünf  Orte  des  Eintritts  betrachtet,  kennt  man  den  Austritt  und  den
Stillstand.  Das  Herz  ist  den  fünf  Arten  des  Geruchs  vorgesetzt.
Geschieht  das  Eindringen  in  dieses  seihst,  so  ist  es  das  Verbrannte.
Bei  der  Milz  ist  es  das  Wohlriechende,  hei  den  Nieren  ist  es  das
Rohe.  Bei  der  Leber  ist  es  der  Fettgeruch.
Die  Milz  ist  den  fünf  Arten  des  Geschmacks  vorgesetzt.
Geschieht  das  Eindringen  in  sie  seihst,  so  ist  es  das  Süsse.  Bei  der
Leber  ist  es  das  Saure.  Bei  dem  Herzen  ist  es  das  Bittere.  Bei  den
Lungen  ist  es  das  Schärfe.  Bei  den  Nieren  ist  es  das  Salzige.
Die  Nieren  sind  den  fünf  Feuchtigkeiten  vorgesetzt.  Bei  dem
Herzen  ist  es  der  Sehweiss.  Bei  der  Leber  sind  es  die  Thriinen.  Bei
dem  Eindringen  in  sie  (die  Nieren)  seihst,  ist  es  der  Auswurf.  Bei
der  Milz  ist  der  Speichel.  Bei  den  Lungen  ist  es  die  Feuchtigkeit  der
Nase.
(Erklärung.)  Dies  erläutert  die  Weise  der  Beobachtung  in
Bezug  auf  das  Erfragen  der  Krankheiten  nach  den  fünf  Arten  des
Eintritts.  Dass  die  Lungen  den  fünf  Tönen  vorgesetzt  sind,  dass  die
Leber  den  fünf  Farben  vorgesetzt  ist,  wurde  bereits  früher  erläutert,
allein  die  Weise,  auf  welche  dies  zu  erfragen  ist,  soll  ebenfalls
gekannt  werden.
Das  Buch  sagt:  Die  Behandlung  gipfelt  in  einem  Einzigen.  Ist
das  Einzige  erfragt,  so  findet  man  mit  Hilfe  desselben  die  Eigenschaft.
Das  Nothwendige  besteht  darin,  dass  man  die  fünf  Arten  des  Eintritts ­
  betrachtet,  und  man  kann  sofort  erfahren,  von  wo  die  Eigenschaften ­
  der  Krankheiten  ausgehen  und  wo  sie  sich  festsetzen.
            
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