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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

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I)r.  Pfi/.  inaier

(Erkläi'iuig.)  Dies  erläutert  die  Weise  der  Beobachtung  in  Bezug
auf  die  fünf  Eingeweide,  die  Stimme  und  die  Töne  im  gesunden  und
gewönlichen  Zustande.
Das  Buch  sagt:  Der  Himmel  nährt  den  Menschen  durch  die  fünf
Luftarten.  —  Die  fünf  Luftarten  dringen  in  die  Nase  und  verbergen
sich  in  dem  Herzen  und  in  den  Lungen.  Nach  oben  bewirken  sie,
dass  die  fünf  Farben  ihr  Licht  ordnen,  dass  die  Stimme  und  die  Töne
im  Stande  sind,  deutlich  hervorzutreten.  Deswegen  hat  unter  den
fünf  Eingeweiden  ein  jedes  eine  richtige  Stimme  und  verbindet  sich
dadurch  mit  den  fünf  Tönen.
Wenn  die  Zunge  beim  Hervorsenden  in  der  Mitte  weilt  und  der
Ton  aus  der  Kehle  hervorkommt,  so  ist  dies  der  richtige  Ton  des
Kung.  Der  Laut  desselben  ist  äusserst  lang,  äusserst  niedrig,  äusserst
dumpf  und  hat  den  Wiederhall  des  Versunkenen,  Grossen,  Männlichen ­
  und  Dicken.  Es  gehört  zu  der  Erde  und  verkehrt  beim  Eindringen ­
  mit  der  Milz.
Wenn  man  den  Mund  öffnet,  das  Zahnfleisch  dehnt  und  dabei
der  Ton  aus  dem  Munde  hervorkommt,  so  ist  dies  der  richtige  Ton
des  Schang.  Dieser  Laut  ist  zunächst  in  der  Reihe  lang,  zunächst
in  der  Reihe  niedrig,  zunächst  in  der  Reihe  dumpf.  Er  hat  einen  metallisch ­
  klingenden,  reinen  und  munteren  Wiederhall.  Er  gehört  zu  dem
Metall  und  verkehrt  beim  Eindringen  mit  den  Lungen.
Wenn  man  ihn  mit  zusammengefasstem  Munde  entsendet  und
der  Ton  von  den  Lippen  hervorkommt,  so  ist  dies  der  richtige
Ton  des  Yü.  Dieser  Laut  ist  äusserst  kurz,  äusserst  hoch,  äusserst
rein  und  hat  einen  weichen,  feinen  und  scharfen  Wiederhall.
Er  gehört  zu  dem  Wasser  und  verkehrt  beim  Eindringen  mit  den
Nieren.
Wenn  man  die  Zunge  an  den  Zähnen  niederdrückt  und  den  Ton
hervorbringt,  so  ist  dies  der  richtige  Ton  des  Tsching.  Dieser  Laut
ist  zunächst  in  der  Reihe  kurz,  zunächst  in  der  Reibe  hoch,  zunächst
in  der  Reihe  klar  und  hat  einen  gedrückten,  ausgedehnten,  singenden,
überschreitenden  Wiederhall.  Er  gehört  zu  dem  Feuer  und  verkehrt
beim  Eindringen  mit  dem  Herzen.
Wenn  man  inwendig  die  Zunge  zusammenzieht  und  den  Ton
hervorbringt,  so  ist  dies  der  richtige  Ton  des  Kiö.  Dieser  Laut  ist
lang,  kurz,  hoch,  niedrig.  Rein  und  Dumpfstehen  mit  einander  im
Einklang,  und  er  hat  einen  mittleren,  richtigen  Wiederhall  der  Ab_
            
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