Die Erklärung 1 einer alten chinesischen Semiolik.
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Bei verschlossenen Augen ist eine Krankheit des Urstoffes der
Finsterniss. Bei geöffneten Augen ist die Krankheit von dem Urstoffe
des Lichts. Bei Trübung ist Vollkommenheit der Hitze. Eine Zeitlang
verdunkelt, ist bei Nasenbluten gewöhnlich. Ist der Urstoff des
Lichts zerrissen, wird das Auge hoch getragen. Ist der Urstoff der
Finsterniss entzogen, so ist das Auge ohne Sehkraft. Ist die Luft entzogen
, so sinken die Augenlieder. Ist der Augapfel starr, so ist der
Geist entschwunden.
(Erklärung.) Dies ist die Weise, nach den Augen die Urstoffe
der Finsterniss und des Lichts , Leben und Tod zu beobachten.
Wenn der Kranke die Augen geschlossen hat, so ist die Krankheit
in dem Urstoffe der Finsterniss. Hat er die Augen geöffnet, so
ist die Krankheit in dem Urstoffe des Lichts.
Trübung ist Dunkelheit und Mangel an Lebhaftigkeit, wobei die
Augen sich nicht öffnen. In diesem Falle ist die Hitze vollkommen
und beschädigt den Geist.
Hinblicken und eine Zeitlang Dunkelheit haben, wobei die Augen
nicht geöffnet werden, ist die gewöhnliche Erspähung des Nasenblutens.
Wenn das Auge gerade nach oben blickt, so nennt man dies:
das Auge hoch tragen. Es ist dies die Erspähung, dass der Urstoff
des Lichtes zerrissen ist. Hinblicken und nichts sehen, nennt man:
das Auge ohne Sehkraft. Es ist die Erspähung, dass der Urstoff der
Finsterniss entzogen ist.
Wenn die Augenlieder plötzlich sinken, so ist dies die Erspähung,
dass die Luft entzogen ist. Wenn der Augapfel sich festsetzt und
sich nicht dreht, so ist dies die Erspähung, dass der Geist verloren
gegangen ist.
Nachdem man die tiint Farben untersucht, soll man sich über
die fünf Töne Aufklärung verschaffen. Die Stimme ist der Ursprung
der Töne. Die Töne entstehen aus der Stimme. Wenn der Überrest
der Stimme wiederhallt, so belegt man dies mit dem Namen der Töne.
Kio, Tsching, Kung, Schang und Yii sind die fünf Töne.
(Erklärung.) Dies erläutert, dass die fünf Töne die richtige Luft
des Himmels und der Erde, die mittlere Stimme des Menschen sind.
Zuerst gibt es die Stimme, dann erst gibt es die Töne. Deswegen
Sitzb. il. pbil.-hisT. CI. LT. Bd. I. Uft. 3