Die Erklärung einer alten chinesischen Semiotik.
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Sieht man die gelbe Farbe, so bewältigt die Krankheit die Farbe
und eine solche Krankheit nimmt nicht überhand. Es ist die RegeL
mässigkeit in dem Unglücklichen. Sieht man die weisse Farbe, so
bewältigt die Farbe die Krankheit und eine solche Krankheit ist bedeutend.
Es ist die Unregelmässigkeit in dem Unglücklichen.
Die Worte: „Einander bewältigen, ist unregelmässig und unglücklich-,
haben die Bedeutung: Einander bewältigen ist unglücklich.
Wenn die Regelmässigkeit in dem Unglücklichen, so lässt sich noch
immer etwas tliun. Wenn die Unregelmässigkeit in dem Unglücklichen
, so ist dies gewiss unglücklich.
Die Worte: „Einander hervorbringen, ist regelmässig und glücklich“
haben die Bedeutung: Einander hervorbringen, ist glücklich.
Wenn der Sohn die Mutter übertrifft, so ist dies eine kleine Unregelmässigkeit
in dem Glücklichen. Wenn die Mutter den Sohn übertrifft,
so ist dies eine grosse Regelmässigkeit in dem Glücklichen.
Bei den übrigen vier Eingeweiden richtet sich alles nach diesem
Beispiele.
Die Farben entstehen in den Eingeweiden. Eine jede hat den
Befehl in ihrer Abtheilung. Der Geist in dem Herzen versteckt. Seine
äussere Erspähung ist in dem Auge. Wenn der Glanz dunkel, ist der
Geist kurz. Ist er lebhaft, so ist der Geist zureichend. Geht das Einzelne
verloren, so ist eine langwierige Krankheit. Geht das Doppelte
verloren, so erfolgt der Tod.
(Erklärung.) Dies ist die Weise, nach der Übereinstimmung der
Farben mit dem Geiste der zwei Augen Leben und Tod bei Krankheiten
zu beobachten.
Die fünf Farben entstehen in den fünf Eingeweiden. Eine jede
von ihnen gibt Befehle in ihrer Abtheilung und erscheint 'in dem
Angesicht. Der Geist ist in dem Herzen verborgen. Er lässt sich zwar
nicht erkennen, aber seine äussere Ausspähung befindet sich in dem
Auge. Sieht man, dass der Glanz des Auges verdunkelt ist, so ist dies
die Erspähung, dass der Geist kurz und die Krankheit tödtlich ist.
Ist der Augapfel rein, glänzend, lebhaft und von hervorstechendem
Lichte, so ist dies die Erspähung, dass der Geist zureichend und dass
keine Krankheit vorhanden ist.