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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

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Dp.  Pfizinaier

Wiilensäusserung  der  Nieren.  Wenn  sie  ertranken,  besteht  daher
Neigung  zur  Furcht.  Die  Abtheilung  und  die  Rangstufe  der  Nieren
befinden  sich  unten,  bei  der  Erkrankung  ist  daher  unter  dem  Nabel
die  Luft  der  Bewegung.
Die  Nieren  sind  dem  Wasser  vorgesetzt.  Deswegen  häuft  sich
bei  ihrer  Erkrankung  das  Wasser,  der  Bauch  schwillt,  ist  überfüllt,
es  ist  Schwerathmigkeit  vorhanden  und  die  Unfähigkeit  zu  liegen.
Die  Nieren  erschliessen  ihre  Öffnungen  in  den  beiden  verborgenen
Theilen.  Deswegen  gehen  bei  der  Erkrankung  das  Harnen  und  die
Entleerung  des  Kothes  nicht  von  Statten.  Die  Nieren  sind  den  Knochen
vorgesetzt.  Die  Nieren  stehen  zu  der  Harnblase  in  dem  Verhältniss
des  Auswendigen  und  Inwendigen.  Deswegen  ist  bei  der  Erkrankung
der  untere  Theil  des  Bauches  überfüllt,  der  Rücken  und  die  Knochen
sind  schmerzhaft.
Die  Nieren  sind  dem  Gähnen  vorgesetzt.  Deswegen  ist  bei  ihrer
Erkrankung  Blasen  und  Gähnen  vorhanden.  Das  Unrechte  der  Nieren
steigt  nach  oben  zu  dem  Herzen.  Deshalb  ist  bei  ihrer  Erkrankung
das  Herz  leer  wie  bei  dem  Hunger.  Alles  Hohle  gehört  nach  unten,
deswegen  sind  bei  der  Erkrankung  die  Fiisse  kalt,  hohl  und  verdreht.

Die  richtige  Krankheit,  die  richtige  Farbe,  hier  ist  die  Krankheit
oft  regelmässig.  Die  Krankheit  und  die  Farbe  vermengt,  hier  ist  die
Krankheit  oft  unregelmässig.  Wo  die  Mutter  den  Sohn  übertrifft,  ist
Regelmässigkeit.  Wo  der  Sohn  die  Mutter  übertrifft,  ist  Unregelmässigkeit. ­
  Einander  bewältigen,  ist  unregelmässig  und  unglücklich.
Einander  hervorbringen,  ist  regelmässig  und  glücklich.
(Erklärung.)  Dies  ist  die  Weise,  nach  der  Übereinstimmung
der  fünf  Farben  mit  den  fünf  Krankheiten  Regelmässigkeit  und  Unregelmässigkeit, ­
  Leben  und  Tod  zu  beobachten.
Angenommen,  dass  bei  einer  Krankheit  der  Leber  die-  Farbe
grün  ist,  so  ist  dies  die  richtige  Krankheit,  die  richtige  Farbe.  Sieht
man  aber  eine  andere  Farbe,  so  sind  die  Krankheit  und  die  Farbe
vermengt.  Sieht  man  die  schwarze  Farbe,  so  ist  dies  die  Regelmässigkeit, ­
  bei  der  die  Mutter  den  Sohn  übertrifft  und  gegenseitiges  Hervorbringen ­
  stattfindet.  Sieht  man  die  rothe  Farbe,  so  ist  dies  die  Unregelmässigkeit, ­
  bei  der  der  Sohn  die  Mutter  übertrifft  und  gegenseitiges ­
  Hervorbringen  stattfindet.
            
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