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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

Reisebericht  über  die  Forschungen  nach  Weisthümern  etc.

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BI.  2“:
„Zue  wissen  sei  gethan  meniglichen  mit  disem  offnem  verfertigtem ­
  Libell,  das  sich  ain  gemaind  und  naehperschaft  zu  Nasareith
und  Tormintz  für  sich  und  alle  ihre  nachkommende  ainer  gewissen
Stätten  Ordnung  und  auszaigung  etlicher  hernach  hestimhter  nachperliclier
  recht  und  articul,  wie  und  was  gestalt  es  hinfüron  zu  erhaltung
gueter  Ordnung  und  polizei“  u.  s.  w.
Bl.  3":
„Anfangs  sollen  drei  erhare  verstendige  mannspersonen  auss
baiden  gemainden,  zwen  zu  Nasareith  und  ainer  zu  Tormintz,  järlichen
an  Sanct  Martins  des  heiligen  bischofs  tag,  daran  dann  dise  Ehaft
meniglich  verlesen  und  puhliciert  werden  solle,  zu  gwalthahern  und
dreyeren  —  erwüllt  und  erkiesst  werden.“
Bl.  6”:
„Beschechen  den  zechenden  tag  Augusti  nach  Christi  geburd  im
fünfzechen  hundert  achtzigsten  jar  gezelt.“
6)  „Der  Gmainschaft  Nassereit  und  Tormenz  Dorfordnung“  (so
die  äussere  Aufschrift)  vom  J.  1667,  Papier,  19  Blätter  in  Fol.  Dieselbe ­
  zählt  31  Artikel  und  ist  urkundlich  bestätigt  von  Johann  Trauer
von  Ortenstein,  Richter  zu  Imst,  7.  Dec.  1667.
Bl.  3”:
„Als  anfangs  hat  erholter  aussschuss  und  gemainsehaft  Nasereit
und  Tormenz  fürgenomen,  dass  alljerlich  zu  Martini  drei  erhare
mannspersonen  aus  beeden  gemeinden,  als  zween  zu  Nasereit  und
ainer  zu  Tormenz,  zu  gmainsgwalthabern  erkiest  und  besteh,  zumalen ­
  durch  den  anwalt  zu  Nasereit“  etc.
Auch  diese  beiden  Handschriften  wurden  dem  Referenten  vom
Gemeindevorstand  mit  dankenswerther  Bereitwilligkeit  mitgegeben.
Die  nächste  Poststation  von  Nassareit,  jenseits  des  Fernherges,
ist  Lermoos;  hier  gewährte  die  Gemeindelade,  von  der  genaue
Einsicht  genommen  wurde,  keine  Ausbeute.  Dagegen  war  ein  Besuch
im  Markt
3.  Reutte
nicht  ohne  Erfolg.  Im  Archiv  des  dortigen  Bezirksamts,  dessen
Durchsuchung  vom  Herrn  Vorstand  in  freundlichster  Weise  gestattet
wurde,  befinden  sich  ausser  einer  Anzahl  von  Kaufbriefen  auf  Pergament ­
  keine  älteren  Schriftstücke.
            
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