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Pfeiffer
Martin Vischers, herrn Elias Wörtzens, beed des ratlis, und Anthoni
Martineis Stat- (oder Rat-) Schreibers auf ratification gemainer burgerschaft
den 19. Febr. anno 1682 volgender massen vorgenomen
worden.“
Daneben auf der linken Bruchseite steht von jüngerer Hand:
„Dise verneierte Ehehaft ist den 13. Jenner 1726 durch den
bürgermeister Johan Paul Holer dem rath, auch ganzer burgerschaft
und gemaind des untern tliails markts Ymbst deitlich vor und abgelesen
und mithin dabei es durchaus bewenden zu lassen, auch allen
puncten tleissig ist nachzugleben ratificiert und bestetet worden. Zur
nachricht. “
Im Inhalt und Wortlaut von den beiden vorangehenden vielfach
abweichend.
d) Papier, vom J. 1819, lü beschriebene Blätter in Fol.
Bl. 1“: „Für mich Johann Walch.“
Bl. l b : „Copie. Erneuerung der Ehaft, das ist die Gemains-Ordnung
für den Untermarkt Imbst 1819.“
Diese Aufzeichnung weicht ebenfalls von den frühem ab und
enthält neue, eigenthümliche Bestimmungen; sie stimmt mehr mit c)
vom J. 1726 (1682), auf die sie sich öfter beruft.
Alle vier Handschriften wurden dem Referenten für die Weistlnimer-Commission
zur Benützung ausgefolgt. Während seiner Anwesenheit
in Imst schickte Herr Stubmayer einen Boten an die
Gemeindevorsteher der benachbarten Orte Arzel und Wens mit der
schriftlichen Anfrage, ob dort Ehaften vorhanden; die Antwort aus
Arzel lautete verneinend, die aus Wens bejahend. Das Imster Bezirksamtsarchiv,
das ebenfalls durchsucht -wurde, ergab keine Weisthümer.
Die zweite Ortschaft, welche Referent auf seiner Weiterreise
berührte, war
2. Nassareit, ein ansehnliches Dorf, drei Stunden von Imst
an der Poststrasse gelegen, die von Innsbruck über den Fern nach
Reutte führt. Zur Pfarrei Nassareit gehört das eine halbe Stunde südöstlich
gelegene Dormiz oder, wie der alte Name lautet, Torminz.
ln der Gemeindetruhe, die der Herr Vorsteher bereitwillig öffnete,
fanden sieb zwei Weisthümer, eine Ehaft und eine Dorfordnung.
n) „Ehaft baider nachperschaften Nasaveith und Tormintz“ (so
die Aufschrift amUmschlagsblatt), Pergament, 7 Blätter (wovon 5 beschrieben)
im grössten Folio, vom J. 1580.