Reisebericht über die Forschungen nach Weisthümern etc.
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Zeit nicht; aber da sich ihm aus dem bisherigen Befunde die Überzeugung
aufgedrängt hatte, dass in Tirol, im Gegensatz zu Salzburg,
fast jede selbständige Gemeinde einst ihr besonderes Dorfrecht müsse
besessen haben, wollte er das Land nicht verlassen, ohne wenigstens
einen Versuch gemacht zu haben, oh dem wirklich so sei. Mit einem
Empfehlungsschreiben des Herrn Landeshauptmanns an die Stadt-,
Markt- und Gemeinde-Vorsteher versehen, machte er sich auf den
Weg, und besuchte zuerst den Markt
1. Imst, wo einer Mittheilung des frühem Bürgermeisters
J. J. Posch zufolge sich eine Ehaft in zwei Bänden befinden
sollte. Vom jetzigen Bürgermeister, zugleich Posthalter, Herrn Stubmayer,
auf's zuvorkommendste aufgenommen, überzeugte sich
Beferent jedoch sogleich, dass, wie zu vermuthen war, diese
Bände keine Ehaft, sondern nur Bestätigungen fürstlicher Privilegien
enthielten. Es sind übrigens nicht zwei, sondern drei Bände, Pergament,
im grössten Folioformat, mit den amtlichen Confirmationen
sämmtlicher Landesfürsten vom Grafen Meinhart von Gürz an, der im
J. 1282 Imst die Marktgerechtigkeit verliehen, bis auf Kaiser Leopold,
Karl VI. und Maria Theresia. Dagegen fand sich im Magistratsarchiv
die wirkliche Ehaft in nicht weniger als vier Abschriften.
а) Papier vom 4. Jan. 1623, vidimiert von Elias Gfässer, Pflegsverwalter
alda, 24 Blätter in 4°.
Umschlag:
„Abschrift dern im untern markt Ordnung und gemainen ehaft.
Bl. 2 a :
„Erstlich ist fürgenomen, wie man die alben etzen soll.
Item es soll kainer mer vich in die alben schlacken dann einer
in sein haus bedarf, es sei dann ungevärlich umb ain joch oder zwo,
da mit ainer sein ziins dester besser mig geben und umb den benanten
lohn ausserhalb der mal den.“ etc.
б) Papier, 17. Jahrh., 33 Blätter in 4°.
Bl. 1“:
„Abschrift der Imhsterisclien Ehaft.“
Stimmt genau mit «).
c) Papier, vom 19. Febr. 1682, 13 Blätter in Fol.
Bl. 1 a :
„Verneuerung der gemainen Ehehaft des untern markts Ymbst,
welliche durch herrn Burgermaister Paul Holer, im heisein hen