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Pfeiffer
und gwalt haben und schuldig sein sollen mit verzeinung, haiung und
freiung der leider und güeter, macliung der pruggen, fierung des
wassers, auf- und abschlag des vielis, scliwendung gmainer arbait
und allem anderm gehalten, desgleichen die übertretter, verbandler
und Verbrecher sollicher Ordnung in jedem gehott und verpot
gepfendt und zu geben schuldig sein 1 - u. s. w.
Ende:
„Beschechen am neunzehenden tag monats Juni nach Ihesus
Christi unsers ainigen erlosers und seligmachers gehurde im fünfzehen
hundert acht und neunzigsten jar.“
Das Siegel des Richters von Erenberg, Jacob Klainhans,
hängt.
3. Ratenberg (Bezirksgericht im Unter-Innthal), Ehaftsrecht.
Nr. 602., Papier, 17. Jahrh., 9 Blätter in 4". Voraus geht „das
alt Bayrisch Landlrechtpuech“.
Bl. (l a ): „Hernach seind gescliriben die gebot und verbot, so
man järlich auf den eehaften, so man zu zwaien malen im jar im
lantgericht Ratemberg holt, den gerichtsunderthanen list und zu
wissen macht, damit sich iemant so in ainem oder mehr derselben
articln straffbar wurden, sich (so) der unwissenhait entschuldigen
möge“.
Bl. (o°): „Ehe man eehaftsrecht berueft und der richter den
stab in die haut nimbt, muess er richter die zwen vorsprecher und
andere rechtssitzer auf die aid fragen, wie hernach folgt“.
Dieser zweite Abschnitt bis zu Ende abgedruckt im Boten von
und für Tirol und Vorarlberg vom Jahre 1822. Nr. 95. 96.
4. Rindernmrkt (= Lienz), Statutenbuch vom J. 1413. 1588.
Sign. IV. e. 68. Papier, 19. Jahrh., in 4°.
Bl. 1“: „Hiernach volgt der erbern nachperschaft am Rindermarkt
alte herkomen und gerechtigkait, wie sie und ir eitern die
also beruebtlich t) herbracht und gehalten sein worden. 1588.“
Bl. l b : „Dise hernach gescliriben articl seind abgeschriben
worden inhalt eines alten registers des datum gelaut hat vierzehenhundert
und im dreizehenden jar am montag nach saut Georgen tag.“
f) Tranquille, ungestört: Sclimeller 3, 3.