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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

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Pfeiffer

Unter  der  Aufschrift  „Catenichl“  besitzt  die  Ceutralregistratur
(in  der  Abtheilung  „Hofkammer-Archiv“)  ferner  über  hundert  Bände
von  zum  Tlieil  colossalem  Umfang,  in  denen  die  Concepte  der  fürstbischöflichen
  Erlässe,  häufig  mit  den  betreffenden  Beilagen,  nach
gewissen  Rubriken  zusammengeheftet  sind.  Auch  diese  wurden  durchsucht. ­
  Darunter  fanden  sieh  drei  „Catenichl  der  Privilegien,  Confirmationen
  und  Statuten  der  stette  und  märkt  im  Stift  Salzburg“,  von  denen
Bd.  I.  die  Jahre  1361  —  1572,  Bd.  II.  die  J.  1375—1586,  Bd.  III.
die  J.  1590—1596  umfasst.  Den  überwiegenden  Inhalt  bilden  Handwerker-Ordnungen, ­
  die  von  grossem  Interesse  sind  und  eine  eigene
Sammlung  verdienten.  Zwei  dieser  Bände,  der  erste  und  dritte,  gewährten ­
  Weistliümer,  und  zwar:
1.  „Abschrift  der  freihaiten  und  Öffnungen  der  burger  des
markts  Zell  im  Pinzgew“  (am  See).  2  Folioblätter.
Bl.  D:  „Vermerkt  unsers  genedigisten  herren  von  Salzburg  freihaiten ­
  und  gerechtigkaiten,  so  von  irer  fürstl.  gnaden  panmarkt  Zell  im
Pinzgew  von  ainem  fürsten  auf  den  andern  genediklicli  gegeben  und
bestätt  worden  und  auch  dermassen  von  alter  herkumen  ist“.
Voraus  geht  das  schriftliche  Bestätigungsgesuch  der  Bürgerschaft ­
  zu  Zell,  und  darauf  folgt  die  Confirmation  des  Erzbischofs
Johann  Jacob  vom  11.  März  1561.
Von  diesem  Weisthum  hat  Referent  sogleich  Abschrift  genommen. ­

2.  „Die  Recht  zu  Arnstorf“.  10  Blätter.  Voraus  die  Confirmation ­
  des  Erzbischofs  Johann  Jacob  vom  26.  März  1568.
3.  „Gemaines  markts  Traisninaucr  Banthädingspuech.  Abschrift“. ­
  5  Blätter,  mit  Confirmation  des  weiland  Erzbischof  Leonhard ­
  vom  J.  1518.  Voran  steht  die  „Supplication  der  Bürgerschaft
und  Gmain  des  markts  Tr.“  vom  9.  Juni  1564.
4.  „Abschrift.  Gemaines  markts  Obcrwiilbling  Banthädingspüechl“,
  bestätigt  durch  Erzbischof  Wolfdieterich  6.  März  1594.
Voraus  geht  das  schriftliche  Gesuch  des  Richters  und  Raths  daselbst
vom  28.  Februar  1594.  Eine  frühere  Confirmation  durch  Johann
Jacob  vom  28.  Mai  1583  (doch  ohne  das  Taiding)  befindet  sieb
im  II.  Bande.
Arnsdorf,  Traisenmauer  und  Oberwölbling  liegen  in  Niederösterreich ­
  und  waren  seit  der  Karolinger  Zeit  salzburgische  Besitzungen. ­
  Alle  drei  Bantaidinge  liegen  bereits  in  filtern  Aufzeich-
            
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