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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

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Pfeiffer

Ehafttaiding,  die  sich  in  zwei  alten  Registraturkästen  wirklich  vorfanden. ­
  Ein  ähnliches,  nur  weit  ergiebigeres  Resultat  erzielte  Herr
Peitler  nach  mehreren  vergeblichen  Zuschriften,  in  Folge  einer  vom
Landesausschuss  in  Aussicht  gestellten  und  nachher  auch  bezahlten
Remuneration,  beim  jetzigen  kgl.  bairischen  Landgerichte  Laufen,  wo
es  der  Nachforschung  des  dortigen  Registrators  J.  Mosshamer
gelang,  eine  Anzahl  von  Weisthiimern  theils  ehemaliger,  nun  bairischer,
theils  noch  jetzt  zu  Salzburg  gehöriger  Ortschaften  aufzufinden.  Von
der  erprobten  und  höchst  dankenswerthen  Thätigkeit  des  Herrn
Landesgerichtsrathes  Dr.  Peitler  darf  sich  das  Unternehmen  der
kais.  Akademie  noch  weitere  erfreuliche  Erfolge  versprechen.
Mit  der  Gesellschaft  für  Landeskunde  war  ebenfalls  eine  Verbindung ­
  rasch  geknüpft,  und  durch  sie  und  deren  Mitglieder,  namentlich ­
  die  Herren  Reclinungsofficial  Petermandl,  Hauptmann  Riedl,
Hauptmann  v.  Schallhammer,  Dr.  Zillner,  sah  sich  Referent  in
seinem  Vorhaben  mächtig  gefördert.  Nicht  genug  rühmen  aber  kann
er  die  aufopfernde  Güte  und  Hingebung,  womit  Prof.  Dr.  Spatzenegger ­
  ihm  bei  seinen  Forschungen  durch  Rath  und  That  zur  Seite
stand.
Sein  Hauptaugenmerk  war  natürlich  zunächst  und  vor  allem  auf
die  Durchsuchung  der  Archive  gerichtet,  von  denen  in  erster  Reihe
das  Stifts-Archiv  von  St.  Peter  und  das  Statthalterei-Archiv  zu  nennen
sind.  Die  Benützung  des  letzteren  ward  ihm  vom  Herrn  Landeschef
Eduard  Grafen  v.  Taaffe  in  liberalster  Weise  gestattet,  bei  der
Durchsuchung  des  ersteren  gieng  ihm  der  gelehrte  Vorstand  desselben,
Herr  P.  Amand  Jung,  seihst  hilfreich  an  die  Hand.
Da  das  Stift  zu  St.  Peter  die  Weisthum  er  seiner  ausserhalb
Salzburg  gelegenen  Besitzungen,  Dörnbach  und  Breitenau,  bereits
früher  der  Commission  zur  Verfügung  gestellt  hatte,  so  Hess  eine
erneuerte  Durchsicht  des  wohlgeordneten  Archivs  nicht  viel  mehr
erwarten.  Dennoch  blieb  sie  nicht  ohne  willkommene  Ausbeute.  Sie
war  vorzüglich  den  zahlreich  dort  vorhandenen  Urbarbüchern,  in
denen  sich  häufig  Weisthümer  eingezeichnet  finden,  gewidmet.  Ausser
zwei  Abschriften  des  Ehafttaidings  von  Breitenau  (beide  aus  dem  16.
Jahrh.,  Cista  III,  o,  Papier,  gr.  Fol.  vom  J.  1320.  und  Cista  VI,  3,
Papier,  gr.  Fol.  Bl.  103—107),  die  deshalb  von  minderem  Belang
sind,  weil  sie  fast  buchstäblich  mit  der  schon  früher  erhaltenen  älteren
Aufzeichnung  vom  J.  1316  übereinstimmen,  fanden  sich;
            
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