Reisebericht über die Forschungen nach Weisthümern etc.
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I. Salzburg.
Dort angekommen war es sein Angelegenlichstes, sich mit den
Behörden und Pei’sonen in Verbindung zu setzen, welche dem Unternehmen
bis dahin die meiste Förderung hatten zu Theil werden
lassen. Sein erster Gang galt dem Vorstand des Landesausschusses
Herrn Landeshauptmann und Gerichtspräsidenten Dr. Ritter v. Weis s,
der ihn aufs freundlichste aufnahm und sofort mit dem Collegiumsmitgliede,
in dessen Hand das Referat über die Weisthümer ruhte,
dem Herrn Landesgerichtsrath Dr. Pei tl er bekannt machte. Referent
erkannte alsbald, vorab durch die ihm verstattete Einsicht in die
Acten, dass die Commission den glücklichen Ei-folg wesentlich dem
Eifer und der Begeistenxng, womit sich Hr. Peitler der Sache annahm,
zu danken hat. Dieser begnügte sich nicht damit, die dem
Landesausschuss übergebenen Exemplare des Aufrufs an die geistlichen
Corporationen, die Bezirks- und Pfarrämter und Gemeinden einfach
zu vertheilen, sondern er soi’gte dafür, dass denselben in einem
besonderen lithographiei’ten Begleitschreiben und unter genauer
Beschreibung der Denkmäler, um deren Beibi’ingung es sich handelt,
das Untei'nehmen warm ans Herz gelegt wurde. Selbst über
die Grenzen des Kroniandes hinaus, nach den ehemals fürstbischöflich
salzhui-gischen, nun zu Kärnten, Tirol und Baiern gehörigen
Pfleggerichten erstreckten sich seine Bemühungen, zum Theil nicht
ohne günstiges Ergehniss. Ebensowenig liess er sich durch Fehlanzeigen
von erneuerten Mahnungen abschrecken. Hievon ein paar
Beispiele.
Nach einer Zuschrift des Bezirksamts Taxenbach befand sich
im dortigen Archive kein Weistlium. Nun wusste aber Herr Peitler
durch ein Schreiben des Bezirksvorstandes Prischel in Engelszell
vom 26. Sept. 1864, dass in Taxenbach ein Scepter von
dunkelbraunenx Holz und wahrscheinlich auch ein Ehafttaiding
vorhanden sei. Davon, sowie auch, wo beides etwa zu suchen wäre,
benachrichtigt, schickte in der That am 27. Oct. das Bezirksamt
Taxenbach nicht nur den Scepter (einen der alten Gerichtsstäbe, von
denen in den Weisthümern so oft die Rede ist), sondern auch das