Die Toxicologie der chinesischen Nahrungsmittel. 301
Das Mittel, womit man die Vergiftung durch den Genuss der
Koloquinten behandelt:
Man reiche mehrmals einen Absud von Roggenkleie, und das
Gift ist zertheilt.
(Erklärung.) In dem Fung-so-thung (die Verbreitung der Gewohnheiten)
wird gesagt: Durch das Verbrennen von Kleie kann man
Koloquinten tödten. — Daselbst heisst es ferner: In den Häusern,
welche Melonen pflanzen, brennt man keinen Firniss. — Die Naturen
der Gegenstände haben vor einander solche Furcht. Wenn der Mensch
zu viele Koloquinten isst, so bekommt er Erbrechen und Abweichen.
Wenn er sich nicht erbricht, so zertheilt man das Gift durch Brühe
von Roggenkleien, was in dem hier Angeführten seinen Grund hat.
Breite Bohnen, welche kalt: oder heiss sind, darf man nicht
essen.
(Erklärung.) Breite Bohnen sind von Eigenschaft zu Boden
sinkend, und wenn noch Dinge dazu kommen, wie Besorgniss wegen
Hitze oder Kälte, so hüte man sich vor ihnen.
Lange Zeit kleine Bohnen essen, trocknet und versengt den
Menschen. *
(Erklärung.) Kleine Bohnen sind rotlie Bohnen. Dieselben sind
vermöge ihrer Eigenschaft vorgesetzt der Beschleunigung des Wassers.
Wenn man sie lange Zeit isst, wird die Haut trocken und versengt.
Wenn man grosse Bohnen isst, hüte man sich sorgfältig,
Schweinefleisch zu kosten.
(Erklärung.) Grosse Bohnen sind gelbe Bohnen. Wenn man sie
zugleich mit Schweinefleisch verzehrt, so verscldiessen sie die Luft.
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