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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

Die  Toxicologie  der  chinesischen  Nahrungsmittel.  301
Das  Mittel,  womit  man  die  Vergiftung  durch  den  Genuss  der
Koloquinten  behandelt:
Man  reiche  mehrmals  einen  Absud  von  Roggenkleie,  und  das
Gift  ist  zertheilt.
(Erklärung.)  In  dem  Fung-so-thung  (die  Verbreitung  der  Gewohnheiten) ­
  wird  gesagt:  Durch  das  Verbrennen  von  Kleie  kann  man
Koloquinten  tödten.  —  Daselbst  heisst  es  ferner:  In  den  Häusern,
welche  Melonen  pflanzen,  brennt  man  keinen  Firniss.  —  Die  Naturen
der  Gegenstände  haben  vor  einander  solche  Furcht.  Wenn  der  Mensch
zu  viele  Koloquinten  isst,  so  bekommt  er  Erbrechen  und  Abweichen.
Wenn  er  sich  nicht  erbricht,  so  zertheilt  man  das  Gift  durch  Brühe
von  Roggenkleien,  was  in  dem  hier  Angeführten  seinen  Grund  hat.

Breite  Bohnen,  welche  kalt:  oder  heiss  sind,  darf  man  nicht
essen.
(Erklärung.)  Breite  Bohnen  sind  von  Eigenschaft  zu  Boden
sinkend,  und  wenn  noch  Dinge  dazu  kommen,  wie  Besorgniss  wegen
Hitze  oder  Kälte,  so  hüte  man  sich  vor  ihnen.

Lange  Zeit  kleine  Bohnen  essen,  trocknet  und  versengt  den
Menschen.  *
(Erklärung.)  Kleine  Bohnen  sind  rotlie  Bohnen.  Dieselben  sind
vermöge  ihrer  Eigenschaft  vorgesetzt  der  Beschleunigung  des  Wassers.
Wenn  man  sie  lange  Zeit  isst,  wird  die  Haut  trocken  und  versengt.

Wenn  man  grosse  Bohnen  isst,  hüte  man  sich  sorgfältig,
Schweinefleisch  zu  kosten.
(Erklärung.)  Grosse  Bohnen  sind  gelbe  Bohnen.  Wenn  man  sie
zugleich  mit  Schweinefleisch  verzehrt,  so  verscldiessen  sie  die  Luft.
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