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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

Die  Toxicologie  der  chinesischen  Nahrungsmittel.

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(Erklärung).  Das  Gespenst  des  grossen  Urstoft'es  der  Finsterniss
heisst  Keu-wen  (Schilding).  Wenn  man  ihn  in  den  Mund  bringt,  so
stirbt  man.  Hung-hö  sagt:  An  den  Orten,  wo  der  Schilding  wächst,
befinden  sich  keine  anderen  Pflanzen.  Sein  Stengel  ist  mit  Haaren
versehen.
Tsi-ni,  acht  Tael 1 ).
Das  obige  Mittel  siedet  man  mit  sechs  Ganting  Wasser,  nimmt
davon  zwei  Ganting  warm  und  theilt  sie  in  zwei  Dosen.

In  dem  Gemüse  findet  sich  Wassertabak 2 ).  Die  Blätter  desselben
sind  rund  und  glänzend,  und  er  ist  giftig.  Wenn  er  aus  Irrthum  gegessen ­
  wird,  so  erzeugt  er  bei  dem  Menschen  Wahnsinn,  Betäubung
und  einen  schlagflussähnlichen  Zustand.  Bisweilen  erfolgt  auch
Blutbrechen.  Das  Mittel,  mit  welchem  man  den  Zustand  behandelt,
ist  folgendes  :
Man  gebe  einen  Absud  von  Siissholz,  und  das  Gift  ist  sofort
zertheilt.

In  den  Jahreszeiten  des  Frühlings  und  des  Herbstes  trägt  der
Drache  Samen  und  begibt  sich  in  das  Gemüse  der  Petersilie.  Wenn
der  Mensch  diese  zufällig  isst,  so  veranlasst  er  dadurch  den  Ausbruch
einer  Krankheit.  Seine  Hände  werden  dann  blau,  der  Bauch  schwillt
und  schmerzt  auf  unerträgliche  Weise.  Man  nennt  dies  die  Krokodilkrankheit. ­
  Das  Mitte),  mit  welchem  man  sie  behandelt,  ist:

Dies  bezieht  Sich  wieder  auf  den  Text  vor  der  obigen  Erklärung.  Über  die  Pflanze
—I—I-  rfr-rir
tl  m  Tsi-ni  wurden  durchaus  keine  näheren  Angaben  vorgefunden.  Dieselbe ­
  heisst  in  Japan  ^  ^  J  ^  mi-no  fa-gusa.  Tsi  allein  heisst
japanisch  4~  4"  nadzuna  (prenanthes  japonica).

8 )  Schui-lang-thang  der  Wassertabak.  Die  Zeichen

7^

J±3.  langthang

  sieben

für  „Tabak“,  der  sonst  auch  „die  Rauchpflanze“  genannt  wird.
Sitzb.  d.  phil.-hist.  CI.  LI.  Bd.  II.  Hft.

20
            
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