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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

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Dr.  Pfizmaier

Entgegengesetzt  ist:  einander  entgegengesetzt.  Überhängen  ist
Gefahr.  Der  Mann  hat  die  linke  Seite  zum  Vorgesetzten.  Das  Weib
hat  die  rechte  Seite  zum  Vorgesetzten.  Wenn  die  Farbe  des  Mannes
von  der  linken  Seite  an  die  rechte  stösst,  so  ist  Willfährigkeit.  Wenn
sie  von  der  rechten  Seite  an  die  linke  stösst,  so  ist  Widerstreben.
Wenn  die  Farbe  des  Weibes  von  der  rechten  Seite  an  die  linke
stösst,  so  ist  Willfährigkeit.  Wenn  sie  von  der  linken  Seite  an  die
rechte  stösst,  so  ist  Widerstreben.  Widerstreben  ist  einander  entgegengesetzt ­
  sein.  Aus  diesem  Grunde  ist  Gefahr.
In  dem  Früheren  werden  nach  den  inneren  und  äusseren  Abtheilungen ­
  und  dem  Rang  Regelmässiges  und  Unregelmässiges  unterschieden. ­
  In  dem  Nachfolgenden  werden  nach  der  oberen  und
unteren,  der  rechten  und  linken  Seite  Regelmässiges  und  Unregelmässiges ­
  unterschieden.  Man  muss  dies  nothwendig  wissen.

Die  Farbe  versunken,  trüb  und  dunkel,  hier  ist  es  innerlich,
veraltet  und  schwer.  Schwimmend,  feucht,  klar  und  deutlich,  hier  ist
es  äusserlich,  neu  und  leicht.  Wenn  die  Krankheit  nicht  bedeutend,
ist  die  Hälfte  feucht,  die  Hälfte  klar.  Wo  Wolken  sich  zerstreuen,  ist
leicht  zu  behandeln.  Rei  Festhalten  und  Ansammeln  ist  schwer  einzugreifen. ­

(Erklärung.)  Dies  ist  die  Weise  zu  beobachten,  wie  nach  der
Dunkelheit,  Klarheit,  nach  dem  Ansammeln  und  Zerstreutsein  der
fünf  Farben  die  veralteten  und  schweren,  neuen  und  leichten  Krankheiten ­
  unterschieden  werden  und  wie  sie  leicht  oder  schwer  zu  behandeln ­
  sind.
Die  Farbe,  die  tief,  ist  eine  versunkene,  und  sie  ist  dem  vorgesetzt, ­
  dass  die  Krankheit  innerlich  ist.  Wenn  sie  überdies  trüb,
stockend  und  dunkel  ist,  so  ist  den  veralteten  Krankheiten  so  wie
den  schweren  Krankheiten  vorgesetzt.  Die  Farbe,  die  seicht,  ist  eine
schwimmende,  und  sie  ist  dem  vorgesetzt,  dass  die  Krankheit  äusserlich ­
  ist.  Findet  man  sie  feucht  glänzend,  klar  und  deutlich,  so  ist  sie
den  neuen  Krankheiten  so  wie  den  leichten  Krankheiten  vorgesetzt.
Ist  die  Farbe  zwar  nicht  trocken  und  dunkel,  aber  auch  nicht  klar
und  feucht,  so  ist  sie  den  nicht  bedeutenden  Krankheiten  vorgesetzt.
Wenn  bei  einer  Krankheit  die  Farbe  gleich  Wolken,  welche
sich  lösen  und  zerstreuen,  so  ist  sie  dem  vorgesetzt,  dass  die  Krank-
            
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