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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

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P  f  i  7.  m  a  i  e  r

Wenn  man  Zwiebel  und  Knoblauch  verzehrt,  welche  erst  Knospen
treiben,  so  schadet  dies  der  Luft  des  menschlichen  Herzens.
(Erklärung.)  Was  erst  Knospen  treibt,  enthält  etwas  Niedergedrücktes, ­
  Verschlossenes  und  ist  noch  nicht  durchgedrungen.
Dessen  Genuss  schadet  daher  der  Luft  des  Herzens.

W  eissen  Wein  trinken  und  rohen  Knoblauch  verzehren,  macht
die  Krankheit  des  Menschen  zunehmen.
(Erklärung.)  Der  Wein  enthält  viele  Feuchtigkeit.  Der  Knoblauch ­
  ist  von  Eigenschaft  hitzig.  Wenn  Feuchtigkeit  und  Hitze  sich
vereinigen,  bewirken  sic,  dass  die  Krankheit  des  Menschen  zunimmt.

Rohe  Zwiebeln  darf  man  nicht  zugleich  mit  Honig  essen,  es
tödtet  den  Menschen.  Knoblauch  in  Knollen  ist  noch  ärger.
(Erklärung.)  Zwiebeln  und  Knoblauch  darf  man  nicht  zugleich
mit  Honig  essen.  Wenn  sie  zugleich  gegessen  werden,  so  bewirkt
dies  bei  dem  Menschen  Abweichen.

Wenn  man  Kreuzdornfrüchte  mit  rohen  Zwiebeln  verzehrt,  so
macht  dies  den  Menschen  erkranken.

(Bemerkung.)  Wie  sich  dies  verhält,  lässt  sich  nicht  erklären.

Wenn  man  Zucker  und  Honig  isst  und  später  binnen  vier  Tagen
rohe  Zwiebeln  und  Knoblauch  verzehrt,  so  wird  der  Mensch  von
Herzweh  befallen.
(Erklärung.)  Honig  steht  zu  Zwiebeln  und  Knoblauch  im  Gegensätze. ­
  Hat  man  auch  Honig  gegessen,  später  binnen  vier  Tagen  hüte
man  sich  noch  davor.  Wenn  diesem  zuwider  gehandelt  wird,  so  entsteht ­
  bei  dem  Menschen  Herzweh.

Wenn  man  rohe  Zwiebeln  mit  dem  Fleische  des  Hahnes  und
des  weissen  Hundes  verzehrt,  so  bewirkt  man,  dass  die  sieben
            
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