288
Pfizmaier
stotT) gehört und daher das Wasser dem Feuer ohsiegt. Die Behandlung
hei dem Gifte des sickernden Dörrfleisches hat ebenfalls den
Sinn, dass Knochen und Fleisch auf einander Einfluss üben.
Die „Baumohren“ i), welche roth von Farbe sind und nach aufwärts
wachsen, esse man nicht.
Einen Schwamm, der nach aufwärts zusammengerollt und von
Farbe roth ist, darf man nicht essen.
(Erklärung.) Die „Baumohren“ und sämmtliche Schwämme
wachsen, indem sie sich umgestürzt zusammenrollen. Wenn sie wachsen,
indem sie sich nach aufwärts zusammenrollen, so sind sie von
Gestalt und Farbe ausserordentlich und gewiss giftig. Deswegen dürfen
sie nicht gegessen werden.
Wenn man durch den Genuss von Schwämmen vergiftet ist,
an tiefer Traurigkeit leidet und sterben will, behandelt man mit folgenden
Mitteln:
Brühe von Menschenkoth. Man trinke einen Ganting.
Erdsaft 2 ). Man trinke einen bis zwei Ganting.
Grosse Bohnen stark gesotten. Man trinke die Brühe.
Man gebrauche Brech- und Abführmittel, so wird das Gift sich
zertheilen.
(Gesammelte Auseinandersetzungen.) Li-wen sagt: Wenn man
an tiefer Traurigkeit leidet und sterben will, befindet sich das Gift
im Magen. Indem man Brech- und Abführmittel anwendet und es
losmacht, bewirkt man, dass die Luft des Giftes nach oben und unten
sich theilt und aufgelöst wird.
Wenn Jemand Schwämme des Maulbeerfeigenhaumes gegessen
hat und nicht zu lachen aufhört, so behandelt man dies mit den früher
angeführten Mitteln.
D D J ’ e »Baumohren“ (mö~nij sind Schwämme, welche auf Bäumen wachsen und mit
Ohren Ähnlichkeit haben.
2 ) „Erdsaft“ ist bereits als Mittel gegen Vergiftung durch rohes Fleisch erwähnt
Morden.