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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

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Pfizmaie  r

Baumfrüclite,  roh  gegessen,  erzeugen  Geschwüre.
(Erklärung.)  Die  Eigenschaft  der  Baumfrüchte  ist  viele  Feuchtigkeit, ­
  viele  Hitze,  und  sie  enthalten  Gift.  Wenn  man  sie  roh  verzehrt, ­
  bewirken  sie  daher,  dass  Geschwüre  hervorbrechen,  der  Bauch
schwillt  und  Durchfälle  entstehen.

Der  Mensch  hüte  sich  sehr,  Baumfrüchte  zu  verzehren,  welche
zur  Erde  gefallen,  über  Nacht  liegen  geblieben  sind  und  welche  von
Würmern  und  Ameisen  angenagt  worden.
(Erklärung.)  Wenn  Baumfrüchte  zur  Erde  fallen  und  über  Nacht
liegen  bleiben,  darf  man  sie  nicht  mehr  essen.  Noch  weniger  darf
man  dies,  wenn  sie  von  Würmern  und  Ameisen  angenagt  worden.
Wenn  man  dies  bemerkt,  darf  man  sie  durchaus  nicht  essen.

Der  Genuss  von  Baumfrüchten,  welche  viele  Tage  liegen  geblieben ­
  sind  und  schadhafte  Stellen  haben,  ist  dem  Menschen  schädlich.
(Erklärung.)  Alle  essbaren  Gegenstände,  welche  durch  viele
Tage  oder  über  Nacht  liegen  bleiben,  sind,  wenn  sie  schadhafte
Stellen  halten,  von  Würmern  und  Ratten  angenagt  und  übrig  gelassen ­
  worden.  Sie  sind  giftig  und  bringen  dem  Menschen  Schaden.

Pfirsiche,  reichlich  genossen,  erhitzen  den  Menschen.  Er  darf
dann  nicht  in  das  Wasser  treten  und  sich  baden.  Dies  bewirkt,  dass
der  Mensch  an  Hitze  und  Kälte  erkrankt  und  an  der  Krankheit  des
Herabträufelns  leidet.
(Erklärung.)  Pfirsiche  sind  von  Geschmack  süss  und  sauer,  von
Eigenschaft  hitzig.  Wenn  sie  in  Menge  genossen  werden,  erhitzen  sie
den  Menschen.  Wenn  er  danu  in  das  Wasser  tritt  und  sich  badet,  so
halten  Feuchtigkeit  und  Hitze  einander  fest,  so  dass  sie  sich  nicht
ausbreiten  können.  Deshalb  bewirkt  dies,  dass  der  Mensch  äusserlich
an  Hitze  und  Kälte  leidet,  innerlich  sich  die  Krankheit  der  Erschöpfung
zuzieht.
            
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