Die Toxicologie der chinesischen Nahrungsmittel.
283
Zweite Abteilung.
Was bei Früchten, Samen, Gemüse und Getrchlearten zu vermeiden,
summt Behandlung.
Das Buch des Inneren sagt: Der Himmel ernährt den Menschen
durch die fünf Arten der Luft. Die Erde ernährt den Menschen durch
die fünf Arten des Geschmackes. Früchte, Samen, Gemüse und Getreidearten
sind die Erzeugnisse der Erde. — Es sagt ferner: Die
fünf Getreidearten dienen zur Ernährung. Die fünf Arten der Früchte
dienen zur Aushilfe. Die fünf Gemüsearten dienen zur Ausfüllung. Die
Früchte der Pflanzen heissen somit Beeren. Die Früchte der Bäume
heissen Baumfrüchte.
In den Gebräuchen wird gesagt: Von den Früchten des Kreuzdorns
sagt man: man pflückt sie. Von den Kastanien sagt man: man
wählt sie. Von den Pfirsichen sagt man: man nimmt sie. Von den
Birnen sagt man: man sammelt sie. Es gibt somit Vorschriften für
die Behandlung der Früchte.
„Malven sieden und in dem Topfe zerschneiden“ wird in den
Volksliedern des Landes Pin erwähnt. „Senfbrühe und eingemachtes
Fleisch“ dienen zur Ernährung der Eltern. Es gibt also Regeln für
den Gehrauch der fünf Gemüsearten.
„Zu Rind passt Kuchenreis. Zu Schaf passt Roggen. Zu Schwein
passt Sommergetreide. Zu Hund passt Hirse. Zu Gans passt Weizen.“
Es gibt also Mittel, indem man die fünf Getreidearten hinzugesellt.
Es gibt folglich Dinge, die nicht immer gut zu essen sind. Es gibt
andere, die gar nicht gut zu essen sind.
In den richtschnurmässjgen Büchern heisst es: Die Grundlage
auf welcher der Urs toll der Finsterniss entsteht, sind die fünf Arten
des Geschmacks. Der Schaden der fünf Häuser des Urstoffes der
Finsterniss sind die fünf Arten des Geschmacks. — Wie kann der
Mensch über dasjenige, was er zu vermeiden hat, in Unwissenheit
bleiben?
Sitzb. d. phil.-hist. CI. LI. Bd. II. Hft.
19