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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

Die  Toxieologie  der  chinesischen  Nahrungsmittel.

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Wenn  man  Fisch  gegessen  und  hierauf  Gift  verzehrt  hat,  so  ist
das  Mittel,  womit  man  diese  zweierlei  Leiden  behandelt,  folgendes:
Man  lasse  Citronenschalen  stark  sieden,  trinke  den  Saft,  und
das  Gift  ist  zertheilt.
(Auseinandersetzung  über  das  Mittel.)  Citronenschalen  sind  von
Geschmack  bitter  und  scharf,  dabei  warm.  Sie  treiben  die  Luft  nach
unten  und  verkehren  mit  dem  Geist.  Deswegen  besitzen  sie  die  Eigenschaft, ­
  Gifte  zu  zertheilen.

Das  Mittel  gegen  die  Vergiftung  durch  den  Genuss  des  Blaslischcs:

Wenn  man  Absud  von  Schilfwurzeln  einnimmt,  ist  das  Gift  sofort
zertheilt.
(Auseinandersetzung  über  das  Mittel.)  Der  Blasfisch  ist  der
(jetzt  sogenannte)  Fisch  ho-tun  (das  Flussferkel).  Derselbe  ist
schmackhaft,  sein  Bauch  fett  und  heisst:  die  Brust  Si-schi's  (einer
berühmten  Schönheit).  Dieser  Fisch  ist  kiemenlos,  sein  Leib  ohne
Schuppen.  Seine  Leber  vergiftet  das  Blut  und  tödtet  den  Menschen.
Sein  Fett  erzeugt  Pusteln  auf  der  Zunge  und  macht  den  Bauch  anschwellen. ­
  Sein  Auge  bewirkt  Blüthen  an  den  Augen.  Allein  der  Saft
der  Schilfwurzel  besitzt  die  Eigenschaft,  das  Gift  zu  zertheilen.

Einen  Krebs,  dessen  Augen  einander  zugekehrt,  dessen  Füsse
gefleckt,  dessen  Augen  rotli  sind,  darf  man  nicht  essen.
(Erklärung.)  Die  Augen  des  Krebses  sind  von  einander  weg-.gewendet.
  Wenn  die  Augen  einander  zugekehrt,  die  Füsse  gefleckt’
die  Augen  roth  sind,  ist  er  giftig.  Deswegen  hüte  man  sich  und  esse
ihn  nicht.

Das  Mittel,  womit  man  die  Vergiftung  durch  den  Genuss  von
Krebsen  behandelt:
Der  Absud  des  Basilienkrautes  i).  Man  trinke  drei  Ganting.

*)  Thse-sUy  das  bläuliche  Basilicum.
            
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