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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

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Pfizmaier

indem  man  daraus  ein  Gemengsel  macht.  Zubereitete  Milch  ist  sauer
und  kalt.  Wenn  man  sie  mit  Gehacktem  zugleich  verzehrt,  so  erzeugt
dies  Würmer,  welche  Geschwüre  hervorbringen.  Deswegen  hüte
man  sich,  diese  Dinge  zugleich  zu  verzehren.

Wenn  das  verzehrte  Gehackte  sich  in  dem  Magen  befindet,  nicht
verdaut  wird  und  durch  Erbrechen  nicht  weggeht,  muss  man  es  schnell
nach  unten  entfernen.  Wenn  es  lange  andauert,  entsteht  die  Krankheit ­
  des  Geschwüres  an  dem  Schienbeine.  Das  Mittel,  womit  man  den
Zustand  behandelt,  ist:
Citronenschalen,  einen  Tael.
Rhabarber,  zwei  Tael.
Hartes  gereinigtes  Salz  (po-siaoj,  zwei  Tael.
Die  hier  angeführten  drei  Gegenstände  siede  man  mit  einem
grossen  Ganting  Wasser  so  lange,  bis  es  ein  kleiner  Ganting  ist.
Man  wende  es  augenblicklich  an,  und  der  Stoff  wird  sofort  verdaut.
(Auseinandersetzung  über  das  Mittel.)  Citronenschalen  zertheilen
das  Gift  der  Fische  und  bringen  die  Verdauung  zu  Wege.  Rhabarber
bewirkt,  dass  es  nach  unten  durch  den  Stuhlgang  abgeht.

Wenn  man  viel  Gehacktes  gegessen  hat,  welches  nicht  verdaut
wird  und  die  Krankheit  des  Geschwüres  an  dem  Schienbeine  bildet,
so  ist  das  Mittel,  womit  man  dies  behandelt,  folgendes:
Die  Pflanze  der  Pferdepeitsche  i).
Der  obige  Gegenstand  wird  zerstossen  und  der  Saft  getrunken.
Einige  lassen  es  mit  einem  Ganting  von  dem  Safte  der  Ingwerblätter ­
  trinken.  Der  Stoff  wird  dann  ebenfalls  verdaut.  Man  kann  auch
ein  Brechmittel  geben  und  den  Stoff  durch  Erbrechen  entfernen.
(Auseinandersetzung  über  das  Mittel.)  Mit  der  Pflanze  der
Pferdepeitsche  behandelt  man  vorzüglich  die  Krankheit  des  Geschwüres
an  den  Schienbeinen,  Verstopfungen  und  Blutschwären.  Sie  sprengt
das  Blut  und  tödtet  die  Würmer.  Ingwerblätter  zertheilen  das  Gift.
Man  kann  beides  anwenden.

1 )  Ma-pien-tsao.
            
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