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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

Die  Toxicologie  der  chinesischen  Nahrungsmittel.

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Einen  Vogel,  der  von  selbst  gestorben  ist  und  dessen  Schnabel
nicht  geschlossen,  dessen  Flügel  nicht  angelegt  sind,  darf  man  nicht
essen.
(Erklärung.)  Die  Vögel,  die  von  selbst  gestorben  sind,  haben
gewiss  den  Schnabel  geschlossen,  die  Flügel  an  den  Leib  gelegt.
Wenn  sie  den  Schnabel  offnen,  die  Flügel  ausspannen,  so  ist  zu
fürchten,  dass  sie  giftig  sind,  und  sie  dürfen  nicht  gegessen  werden.

Wenn  das  Fleisch  und  die  Leber  der  Vögel  grün  sind,  so  tödtet
ihr  Genuss  den  Menschen.
(Erklärung.)  Die  Leber,  welche  grün  ist,  wurde  durch  Gift
beschädigt.  Wenn  man  sie  verzehrt,  so  ist  dies  gewiss  für  den  Menschen ­
  tödlich.

Ein  Huhn,  welches  sechs  Flügel  und  vier  Klauen  hat,  darf  man
nicht  essen.
(Erklärung.)  Was  in  seiner  Gestalt  etwas  Seltsames  und
Ausserordentliches  hat,  ist  giftig.  Deswegen  darf  man  es  nicht
essen.

Ein  schwarzes  Huhn  mit  einem  weissen  Haupte  darf  man  nicht
essen.
(Erklärung.)  Dinge,  hei  welchen  die  Farben  nicht  miteinander
übereinstinunen,  sind  giftig  und  dürfen  nicht  gegessen  werden.

Huhn  darf  nicht  mit  grossem  Knoblauch  ')  gegessen  werden.  Es
macht  die  Luft  stocken.
(Erklärung.)  Huhn  und  Knoblauch  zugleich  gegessen,  können
Anlass  zu  Schlagflüssen  geben  und  den  Schleim  in  Bewegung  setzen.
Weil  Schlagflüsse  entstehen  und  der  Schleim  in  Bewegung  geräth,
deswegen  stockt  die  Luft.

hu-suan  bezeichnet  eine  grosse  Knoblauchart.
            
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