Die Toxicologie der chinesischen Nahrungsmittel. n l
Wenn man Schweinefleisch zugleich mit Schafleber isst, so
macht dies den Sinn des Menschen schwermüthig.
(Erklärung.) Schweinefleisch setzt sich zu Boden, Schafleber
ist fett. Wenn man beides zugleich verzehrt, so setzt sich die Luft
zu Boden und der Sinn ist schwermüthig.
Schweinefleisch, zugleich mit rohem Coriander gegessen, verdirbt
den Nabel des Menschen.
(Erklärung.) Coriander und Schweinefleisch darf man nicht zugleich
esseu. Dass man dies nicht viel thun darf, ist deswegen, weil
zu fürchten ist, dass hierdurch zu schlagflussartigen Krankheiten
Anlass gegeben wird.
Wie die Worte „es verdirbt den Nabel des Menschen“ zu verstehen
seien, lässt sich nicht erklären.
Schweinefett darf man nicht zugleich mit Pflaumen essen.
(Erklärung.) Schweinefett ist schlüpfrig und scharf, Pflaumen
sind sauer und zusammenziehend. Die Eigenschaften dieser Dinge
sind einander entgegengesetzt, deswegen darf man sie nicht zugleich
essen.
Wenn man Schweinefleisch mit Malven verzehrt, so ist wenig Luft.
(Bemerkung.) Wie dies zu verstehen sei, lässt sich nicht
erklären.
Aus Hirschfleisch darf man nicht mit Kalmus ein Eingemachtes
bereiten. Wenn man es verzehrt, bewirkt man, dass böse Geschwüre
hervorbrechen.
(Erklärung.) Hirschfleisch ist von Eigenschaft warm. Vom neunten
Monate des Jahres bis zum ersten Monate des Jahres taugt es zur
Nahrung. Wenn man es in den anderen Monaten verzehrt, so entstehen
Kälte und Schmerz. Was es aber zu bedeuten habe, dass,
wenn man mit Kalmus daraus ein Eingemachtes bereitet und es verzehrt,
dies böse Geschwüre hervorbringt, lässt sich nicht erklären.