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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

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Pfizmaier

Das  Mittel,  womit  man  die  Vergiftung  durch  den  Genuss  von
Rindfleisch  behandelt:
Wenn  man  einen  Ahsud  von  Süssholz  trinkt,  ist  man  sofort  genesen. ­

(Auseinandersetzung  über  das  Mittel.)  Das  Süssholz  ist  von
Geschmack  süss  und  besitzt  die  Eigenschaft,  die  hundert  Gilte  zu
zertheilen.

Schaffleisch  darf  derjenige,  der  dauernd  erhitzt  ist,  nicht  essen.
(Erklärung.)  Das  Schaffleisch  ist  von  Natur  hitzig.  Wenn  der
Mensch  erhitzt  ist,  hüte  er  sich,  es  zu  essen.

Schaffleisch  darf  man  nicht  zugleich  mit  rohem  Fisch  und  saurer
Milch  verzehren.  Es  schadet  dem  Menschen.
(Erklärung.)  Schaffleisch  ist  hitzig.  Wenn  mau  es  mit  rohem
Fisch  und  saurer  Milch  zugleich  verzehrt,  so  ist  dies  gewiss  dem
Menschen  nicht  zuträglich.

Zwischen  den  Nägeln  an  den  Klauen  des  Schafes  befinden  sich
Perlen.  Die  weissen  nennt  man:  die  hängenden  Seimen  des  Schafes.
Verzehrt  er  diese,  so  wird  der  Mensch  wahnsinnig.
(Anmerkung.)  Was  dies  bedeute,  lässt  sich  nicht  erklären.

Ein  weisses  Schaf  mit  schwarzem  Haupt,  wenn  man  dessen  Hirn
isst,  so  verursacht  dies  Anschwellungen  der  Gedärme.
(Erklärung.)  Jedes  Hirn  ist  giftig.  Wenn  man  aber  das  Hirn
eines  solchen  Schafes  verzehrt,  so  verursacht  dies  Anschwellungen  der
Gedärme.

Wenn  man  Schafleber  zugleich  mit  rohem  Pfeffer  isst,  so  sprengt
dies  die  fünf  Eingeweide  des  Menschen.
(Erklärung.)  Schafleber  und  roher  Pfeffer  gehören  zu  dem  Feuer.
Wenn  man  sie  mit  einander  verzehrt,  so  ist  zu  fürchten,  dass  dies
die  fünf  Eingeweide  des  Menschen  verletze.
            
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