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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

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P  f  i  z  in  aier

mit  ihnen  das  Pestgift  der  Rinder  und  Pferde.  Aprikosenkerne  treiben
die  Luft  herab.  Ist  die  Luft  herabgetrieben,  so  ist  aucli  das  Gift
zertheilt.
Ein  anderes  Mittel:  Es  ist  gut,  die  Brühe  von  gesottenen  Schilfwurzeln ­
  zu  trinken.
(Auseinandersetzung  über  das  Mittel.)  Die  Schilfwurzeln  sind  von
Geschmack  süss,  von  Eigenschaft  kalt.  Sie  zertheilen  das  Gift  sämmtlicher
  Fleischgattungen.

Von  den  Rindern,  welche  an  Seuchen  gestorben  sind,  haben
einige  die  Augen  roth,  andere  gelb.  Man  hüte  sich  sehr,  sie  zu  verzehren. ­

(Erklärung.)  Wenn  von  den  Rindern,  welche  an  Seuchen  gestorben ­
  sind,  einige  die  Augen  roth,  andere  gelb  haben,  ist  das  Gift
der  Seuche  sehr  stark.  Man  hüte  sich  sehr,  sie  zu  essen.

Wenn  man  Rindfleisch  zugleich  mit  Schweinefleisch  isst,  so
heisst  man  gewiss  zolllange  weisse  Würmer  entstehen.
(Erklärung.)  Wenn  man  Rindfleisch  zugleich  mit  Schweinefleisch ­
  isst,  so  werden  Milz  und  Magen  feucht  und  heiss,  und  dies
kann  zolllange  weisse  Würmer  hervorbringen.  Man  soll  sich  davor
hüten.

Blaues  Rindsgekröse  darf  man  nicht  mit  Hundefleisch  essen.
In  den  Lungen  der  Rinder  finden  sich  vom  dritten  bis  zu  dem
fünften  Monate  des  Jahres  Würmer  gleich  einem  Rossschweife.  Man
schneide  sie  weg  und  esse  sie  nicht.  Isst  man  sie,  so  schadet  dies
dem  Menschen.
(Erklärung.)  Die  Gedärme  und  die  Lungen  der  Rinder  bringen
im  dritten  Monate  bis  zu-dem  fünften  Monate  des  Jahres,  zu  einer
Zeit,  wo  Feuchtigkeit  und  Hitze  sich  vermengen  und  Dünste  erzeugen,
gewiss  diese  Würmer  hervor.  Man  hüte  sich  und  esse  sie  nicht.
            
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