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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

Die  Toxicologie  der  chinesischen  Nahrungsmittel.

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(Erklärung.)  Die  Geschichtschreiber  von  Han  sagen:  (Die  Allgebieter) ­
  Wen  und  Tscliing  starben,  nachdem  sie  Pferdeleber  gegessen. ­
  —  Deswegen  heisst  es  hier:  Man  darf  es  nicht  auf’s  Gerathewohl
  essen.  Es  ist  nämlich  zu  fürchten,  dass  man  dadurch  vergiftet
werde.

Das  Mittel,  wenn  Pferdeleber  >)  den  Menschen  vergiftet  hat  und
dieser  noch  nicht  stirbt:
Der  Kotli  der  männlichen  Ratte  zwei  bis  sieben  Körner.  Man
zerreibe  sie  mit  Wasser  und  gebe  sie  auf  passende  Weise  ein.  Man
reiche  täglich  zwei  Dosen.
(Erklärung.)  Wenn  ein  Pferd  Rattenkoth  verzehrt,  so  schwillt
ihm  der  Bauch.  Die  Ratte  kann  somit  dem  Pferde  beikommen.  Deshalb ­
  zertheilt  man  durch  dieses  Mittel  die  Vergiftung  durch  Pferdeleber. ­

Ein  anderes  Mittel:
Menschenschmutz,  in  einem  Löffel  von  der  Grösse  eines  Geviertzolles ­
  eingenommen,  ist  gut.
(Erklärung).  Menschenschmutz  ist  der  Schmutz  des  menschlichen ­
  Hauptes.  In  einem  Löffel  von  der  Grösse  eines  Geviertzolles
mit  Wein  eingenommen,  verwandelt  er  sich  und  wird  nach  unten
abgeführt.  Wenn  man  sich  erbrechen  kann,  ist  es  gut.

Das  Mittel  gegen  die  Vergiftung  mit  Pferdefleisch,  wenn  der
Kranke  zu  sterben  gedenkt:
Duftende  eingesalzene  Bohnen 2 ),  zwei  Tael.
Aprikosenkerne,  drei  Tael.
Die  obigen  zwei  Gegenstände  dünste  man.  Zur  Zeit,  wo  man
sie  verzehrt,  werden  sie  heiss  in  einem  Mörser  zerstampft  und  eingegeben. ­
  Man  reicht  das  Mittel  täglich  zweimal.
(Auseinandersetzung  über  das  Mittel.)  Je-hoa-tse  sagt:  Schwarze
Bohnen  sind  geeignet,  die  Luft  herabzutreiben,  und  man  behandelt

l)  In  einer  Anmerkung  stellt  hier:  Die  Pferdeleber  heisst  auch  das  hängende  Leuchtfeuer ­
  (hiuen-fung).
a )  „Duftende  eingesalzene  Bohnen“  (hiang-sclii)  scheinen,  wie  aus  dem  Folgenden
hervorgeht,  schwarze  Bohnen  zu  sein.
Sitzb.  d.  phil.-hist.  CI.  LI.  Bd.  II.  Hft.

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