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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

Die  Toxicologie  der  chinesischen  Nahrungsmittel.

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bei  Krankheiten  der  Leber  das  Scharfe.  Bei  dem  Herzen  handelt  es
sich  um  eine  Krankheit  (des  Grundstoffes)  des  Feuers.  Wenn  man
dabei  salzige  Dinge  reicht,  so  kann  das  Salzige  das  Wasser  vermehren, ­
  und  es  ist  zu  fürchten,  dass  das  Wasser  das  Feuer  bewältige.
Deswegen  verbietet  man  bei  Krankheiten  des  Herzens  das  Salzige.
Bei  der  Milz  handelt  es  sich  um  eine  Krankheit  (des  Grundstoffes)  der
Erde.  Wenn  man  dabei  saure  Dinge  reicht,  so  gehört  der  Geschmack
des  Säuren  zur  Leber,,  und  es  ist  zu  fürchten,  dass  das  Holz  die
Erde  bewältige.  Deswegen  verbietet  man  bei  Krankheiten  der  Milz
das  Saure.  Bei  den  Lungen  handelt  es  sich  um  eine  Krankheit  (des
Grundstoffes)  des  Metalls.  Wenn  man  dabei  bittere  Dinge  reicht,  so
gehört  der  Geschmack  des  Bitteren  zum  Feuer,  und  es  ist  zu  fürchten,
dass  dieses  das  Metall  bewältige.  Deswegen  verbietet  man  bei
Krankheiten  der  Lungen  das  Bittere.  Bei  den  Nieren  handelt  es  sich
um  eine  Krankheit  (des  Grundstoffes)  des  Wassers.  Wenn  man  dabei
süsse  Dinge  reicht,  so  kann  das  Süsse  die  Milz  verbessern.  Die  Milz
aber  ist  der  Bewältigung  des  Wassers  vorgesetzt.  Deswegen  verbietet
man  bei  Krankheiten  der  Nieren  das  Süsse.

Im  Frühling  isst  man  keine  Leber.  Im  Sommer  isst  man  kein
Herz.  Im  Herbst  isst  man  keine  Lungen.  Im  Winter  isst  man  keine
Nieren.  In  den  letzten  Monaten  der  vier  Jahreszeiten  isst  man  keine
Milz.  Dies  wird  folgendermassen  erklärt:  Dass  man  im  Frühling  keine
Leber  isst,  geschieht  deswegen,  weil  (um  diese  Zeit)  die  Luft  der
Leber  vorherrscht,  die  Luft  der  Milz  darniederliegt.  Wenn  man
Leber  isst,  so  verbessert  man  nochmals  die  Leber  und  die  Luft  der
Milz  liegt  im  höchsten  Grade  darnieder.  Man  kann  hier  nicht  zu  Hilfe
kommen.  Auch  darf  man  zu  einer  Zeit,  wo  die  Leber  vorherrscht,
nicht  die  Todesluft  in  die  Leber  bringen;  denn  es  ist  zu  fürchten
dass  man  die  Seele  verletzt.  Wenn  es  die  Zeit  ist,  wo  sie  nicht  vorherrscht, ­
  so  ist  sie  leer,  und  man  verbessert  sie  durch  Leber.  —  Dies
ist  gut.  Die  übrigen  Eingeweide  richten  sich  hiernach.
(Erklärung.)  Es  wird  hier  gesagt,  dass  es  Dinge  gibt,  deren
Genuss  in  den  vier  Jahreszeiten  zweckmässig  ist,  andere,  deren  Genuss ­
  nicht  zweckmässig  ist.  So  ist,  wenn  in  dem  Frühlinge  die  Leber
vorherrscht,  die  Milz  schwach.  Deshalb  ist  es  dienlich,  Milz  zu
essen,  es  ist  aber  nicht  dienlich,  Leber  zu  essen.  Wenn  man  Leber
            
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