Die Erklärung einer alten chinesischen Semiotik.
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Die Farbe der Eingeweide ist der Wirtli. die Farbe der Jahreszeiten
ist der Gast. Der Frühling ist grün, der Sommer ist roth, der
Herbst ist weiss, der Winter ist schwarz. Der Hochsommer und der
letzte Monat der vier Jahreszeiten sind von Farbe gelb. Dies ist die
beständige Regel. Wenn der Gast den Wirtli übertrifft, ist es gut.
Wenn der Wirtli den Gast übertrifft, ist es schlecht.
(Erklärung.) Dies erläutert die Weise der Beobachtung der
gewöhnlichen Farben der Gesundheit in den vier Jahreszeiten. Die
Farbe der fünf Eingeweide richtet sich in ihrer Erscheinung nach
dem Menschen der fünf Gestalten. In hundert Jahren verändert sie
sich nicht, deswegen ist sie die Farbe des Wirthes (d. i. die vorstehende
Farbe). Die Farbe der vier Jahreszeiten richtet sich nach
dem Zunehmen, Herniederblicken, Fortschreiten und Abziehen der
vier Jahreszeiten. Sie ist nicht beständig, deswegen ist sie die
Farbe des Gastes.
Die Luft des Frühlings verkehrt mit der Leber und ihre Farbe
soll grün sein. Die Luft des Sommers verkehrt mit dem Herzen und
ihre Farbe soll roth sein. Die Luft des Herbstes verkehrt mit den
Lungen und ihre Farbe soll weiss sein. Die Luft des Winters verkehrt
mit den Nieren und ihre Farbe soll schwarz sein. Die Luft des Hochsommers
und des letzten Monates der vier Jahreszeiten verkehrt mit
der Milz und ihre Farbe soll gelb sein. Dies sind die gewöhnlichen
und regelmässigen Farben der vier Jahreszeiten.
Die Farbe des Wirthes ist diejenige, welche durch die Luftder
Eingeweide des Menschen hervorgebracht wird. Die Farbe des
Gastes ist diejenige, welche durch das Zunehmen und Hernieder
blicken der Luft des Jahres verwandelt wird.
Dass die Luft des Jahres die Luft des Menschen übertrifft, ist
der Regel gemäss. Deswegen wird gesagt: Wenn der Gast den
Wirth übertrifft, ist es gut. Dass die Luft des Menschen die Luft des
Jahres übertrifft, ist der Regel zuwider. Deswegen wird gesagt:
Wenn der Wirth den Gast übertrifft, ist es schlecht.
Wo vom Übertreffen die Rede ist, wird Folgendes gemeint: Was
grün sein soll, wird weiss. Was roth sein soll, wird schwarz. Was
weiss sein soll, wird roth. Was schwarz sein soll, wird gelb. Was
gelb sein soll, wird grün.