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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

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Wolf

dem  Ordenamiento  von  Näjera  von  Alfonso  VII.,  erneut  und  aufgenommen ­
  in  das  von  Alcala  von  Alfonso  XI.,  und  in  dem  Fuero  viejo
de  Castilla  sind  die  Gesetze  über  die  Rieptos  de  los  fijosdalgo  zusammengestellt. ­
  Eine  Geschichte  dieses  Gottesurtheils  und  der  darauf
bezüglichen  Gesetze  in  Castilien  gieht  die  Hist,  de  la  legislacion
Tomo  II.  p.  237—260,  so  wie  eine  Sammlung  von  darauf  bezüglichen
Fazanas,  ebenda,  p.  294—311.
Für  Aragon  wurden  schon  in  dem  Fuero  de  Confvnnatione  pacis
von  Almudevar  1227  Gesetze  in  Beziehung  auf  das  Kampfurtheil
erlassen  (Hist.  de  la  legisl.  Tomo  V.  p.  411—413),  ferner  von
Pedro  IV.  im  J.  1371  (s.  Bofarull,  Coleccion  de  documentos  ineditos
  del  archivo  general  de  la  corona  de  Aragon.  Barcelona,  4°.  Tomo
VI.  p.  355—339).
Am  frühesten  kam  das  Kampfurtheil  in  Catalonieu  in  Gebrauch,
wie  schon  aus  der  oben  angeführten  Stelle  aus  der  vita  Hludovici
imp.  zu  ersehen  ist,  und  schon  in  den  Usatici  von  Barcelona  findet
sich  ein  Gesetz:  „de  batallia“  (hei  Helfferich,  S.  435).  Die  Hist,
de  la  legisl.,  Tomo  VII.  p.  367—377,  giebt  eine  Geschichte  dieser
Institution  in  Catalonien.
Ebenso  finden  sich  schon  im  Fuero  de  Sohrarhe  und  im  Fuero
de  Navarra  mehrere,  sehr  ausführliche  Gesetze  über  das  Kampfurtheil
(s.  Yanguas,  Diccion,  de  los  Fueros,  p.  114,  nota  29;  —  und  Diccion.
  de  antigüed.  Tomo  I.  p.  547—552).
Da  aber  die  dabei  in  Spanien  üblichen  symbolischen  Handlungen
—  und  nur  um  diese  ist  es  hier  zu  thun  —  im  Wesentlichen  mit  den
bekannten,  hei  den  übrigen  Nationen  vorkommenden  übereinstimmen,
so  kann  ich  mich  auf  die  Bemerkungen  beschränken,  dass  in  Cata-Jonien,
  Navarra  und  Aragon  der  Zweikampf  zu  Fuss  mit  Stock  und
Schild  (con  baston  y  escudo)  unter  Nichtadelichen  sehr  üblich  war
(vgl.  Munoz,  p.  89—91;  —  Hist,  de  la  legisl.  Tomo  IV.  p.  299,
333;  —  Yanguas,  1.  c.  p.  550;  —  Helfferich,  S.  405);  —  und
dass  eine,  wie  es  scheint,  Spanien  eigenthümliche  Art  von  Kampfurtheil, ­
  der  Kerzenzweikampf  hier  vorkommt.  Es  handeln  davon
in  dem  Fuero  de  Navarra  Lih.  V.  Tit.  3,  die  Cap.  11  und  12  (nach
der  Handschrift  hei  Yanguas  1.  c.  p.  551—552):
Cap.  11.  „De  bataillas  de  candclas,  de  como  debe  ser  fecha
batailla  de  candelas  quemar.“
            
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